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Der Kampf um die Herrschaft im deutschen Spielejournalismus hat inzwischen den Weg in die Medien gefunden. Auf ein Gespräch mit Petra Fröhlich (PC Games) auf "Golem.de" reagierte Garry Leusch mit harschen Kontern: "Online-Spielemagazine haben sich auch in Deutschland etabliert und können nicht zuletzt auf Grund ihrer enormen Reichweite nicht mehr übergangen werden."
Ein Bericht von Frederic Schneider
Der Kampf um die Vorherrschaft der Spielepresse im 21. Jahrhundert geht weiter. Sinkende Auflagenzahlen bei allen deutschen Spielemagazine bringen die Verlage ins Grübeln. Petra Fröhlich, ihres Zeichens Chefredakteurin der "PC Games", verteidigte die Print-Presse vergangene Woche jedoch auf "Golem.de" und hob vor allem den Bahnhofshandel hervor. "Im Heft haben wir wunderbare Möglichkeiten, Zusammenhänge und Spielabläufe anschaulich und übersichtlich zu erklären", so Frau Fröhlich im Gespräch. Außerdem seien es vorwiegend immer noch Magazine wie GameStar oder PC Games, die mit exklusiven Geschichten, Vor Ort-Berichten und Weltpremieren punkten können.
All dies wollte Garry Leusch (gamona.de) nicht auf sich sitzen lassen und konterte nun - ebenfalls - via "Golem.de". Dass lediglich PC Games & Co. exklusive Geschichten haben, sei ein "Schlag ins Gesicht all derjenigen, die täglich dafür kämpfen, Online-Journalismus weiter zu professionalisieren". Dies sei vielmehr "eine vollkommen veraltete Sicht der Dinge", die Frau Fröhlich predige. "Die Zeiten haben sich geändert und ändern sich auch weiterhin."
Gestärkt wird Leusch nicht nur durch die sinkenden Auflagenzahlen bei den Print-Magazinen (lt. "Golem.de" sank die Auflage der "PC Games" von letztem zu diesem Jahr um knapp 50.000 Exemplaren), sondern auch immer höhere Zahlen bei Internetportalen wie 4Players, Gamona, Gameswelt oder Krawall.
Veranstaltungen wie die "Games Convention" in Leipzig heben zudem die Attraktivität der Online-Presse hervor, die etwa Ankündigungen sofort publizieren können und noch am gleichen Tag Spiele in umfangreichen Berichten vorstellen. "PC Games" und ihre Mitbewerber reagierten daraufhin mit Online-Offensiven und bauten Portale wie gamestar.de aus oder der "PC Games"-Verlag Computec die MMORPG-Seite "buffed.de" auf. Den gedruckten Medien half dies jedoch bislang noch nicht.
(fsc)
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. April 2008 um 16:30 Uhr
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