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gamescom 2009

Der BIU hat die Zeichen der Zeit erkannt

Europas Leitmesse zieht um, nunja, fast: Der BIU unterstützt ab 2009 statt Leipzig nunmehr die Dom-Stadt Köln bei der Veranstaltung einer Spielemesse. Dies war eine richtige Entscheidung, behauptet Frederic Schneider.

Ab 2009 unterstützt der "ideelle" Partner der "Games Convention" (GC), der "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU), die Koelnmesse bei der Veranstaltung einer Spielemesse. Was auf dem ersten Blick dramatisch für die Stadt Leipzig, die Region und den gesamten "Aufbau Ost" ist, zeigt lediglich, dass der BIU die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Der Computerspiele-Markt wächst von Jahr zu Jahr, die Politik beginnt langsam aber sicher, die Branche in ihr Herz zu schließen und - wie es sich bei Kulturgut gehört - finanziell wie auch organisatorisch zu unterstützen. Leipzig bemühte sich, hätte zuletzt alles für den Erhalt der GC mit Unterstützung des BIU gegeben, kann jedoch de facto einfach nicht mit den Argumenten von Köln mithalten.

Dort hat man alles, was Leipzig gerne hätte: Einen Namen, einen Dom, viel Platz auf dem Messegelände und reichlich Plätze in den Hotels. Ganz zu schweigen von einer sehr guten Infrastruktur. Alldies hätten Berlin, Frankfurt und München zwar - zum Teil sogar besser - auch gehabt, doch letztendlich sprach das Gesamtkonzept nach Ansicht des BIU eindeutig für Köln.

Mit Wehmut dürfte man in Leipzig zur Kenntnis nehmen, dass einem alles, einfach nur alles weggeschnappt wird und im Ruhrpott landet. Dort wird man zeigen, weshalb die Entscheidung des BIU folgerichtig war. Gute Besucherzahlen von rund 185.000 Menschen waren für Publisher wie Electronic Arts (mit Sitz in Köln!) oder Nintendo einfach zu wenig. Köln hat ein viel größeres Potential und könnte die 300.000 Marke bald knacken.

Die heutige Entscheidung zeigt das Bekenntnis des BIU, eine deutsche Messe international führend auszubauen. Es bleibt nun zu hoffen, dass Leipzig nicht aus Trotz-Reaktion die "Games Convention" 2009 erneut veranstaltet, ohne die einflussreichen Mitglieder des BIU. Dies würde die Bemühungen des BIU torpedieren und schadet letztendlich auch dem Spielemarkt um Leipzig.

(fsc)

Veröffentlicht am Montag, 25. Februar 2008 um 18:20 Uhr

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BIUKölnLeipzig