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Games Convention 2009

BIU bedauert Entscheidung Leipzigs

Die Fronten verhärten sich. Mit Kritik hat der einflussreiche Branchenverband BIU auf die Ankündigung der Leipziger Messe reagiert, die auch im kommendem Jahr die GC Games Convention veranstalten möchte.

Der "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU), in dem u. a. EA, Microsoft, Nintendo und Sony organisiert sind, hat eine durchaus positive Bilanz von der diesjährigen Games Convention gezogen. "Die GC 2008 hat unsere Erwartungen erfüllt", so BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters in einer Presseerklärung von heute Nachmittag.

Trotz alledem hält der Verband an seiner Entscheidung fest, die Schirmherrschaft für die Leipziger Spielemesse abzugeben und ab kommenden Jahr die gamescom in Köln zu unterstützen. Stellvertretend für den Verband hat der Geschäftsführer von Koch Media, Dr. Klemens Kundratitz, die Entscheidung verteidigt.

Nach Ansicht des BIU sind die Möglichkeiten, eine internationale Leitmesse zu veranstalten, in Köln um einiges größer. Leipzig wird zu wenig Kapazität und eine schlechte Verkehrsanbindung attestiert.

Die Ankündigung Leipzigs pro einer GC 2009 am bewährten Platz nennt der Verband "sehr bedauerlich", nehme es aber "zur Kenntnis". Man wirft der Leipziger Messe jedoch vor, die "einstimmige Entscheidung nicht respektiert" zu haben.

BIU und die einzelnen Mitgliedsunternehmen kündigen an, aus der gamescom die erfolgreichste deutsche Spielemesse aller Zeiten machen zu wollen.

Stattdessen bekräftigte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung am Sonntag im Rahmen einer Pressekonferenz gegenüber GamePorts, es gebe innerhalb des Verbandes einen Zwist. Dem Vernehmen nach schwanken einige Mitglieder und wollen nicht mehr unbedingt an der Entscheidung des BIU festhalten, die GC in Leipzig zu verlassen. Demnach sei nur noch Electronic Arts erpicht, eine Messe in Köln aufzubauen. Sony und Microsoft würden schwanken. Der BIU hat diese Gerüchte bislang unkommentiert gelassen.

(fsc)

Veröffentlicht am Dienstag, 26. August 2008 um 16:45 Uhr