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Der staubig wirkende Klassiker Fallout aus dem Jahre 1997 mag vielleicht nicht mehr die grafische Augenweide im Vergleich zu den heutigen Games darstellen, dafür kommt bald der Nachfolger: Fallout 3.
Fallout ist eines der ganz großen Urgesteine im Rollenspielbereich und mag mit Arcanum eines der besten Spiele der ehemaligen Fallout-Entwickler sein. Der Nachfolger hat seine Feuerprobe noch vor sich. Zur Games Convention 2008 konnte man nun Eindrücke vom Spiel sammeln, die einen kleinen Einblick in das Gameplay des Spiels boten.
Für alle, die die Fallout Serie nicht kennen: Die Handlung spielt in einer Welt nach der nuklearen Apokalypse. Mit Mutanten und Räubern ist an jeder Straßenecke zu rechnen und auch die Überlebenden, die nicht zu Monstern mutiert sind, haben schon bessere Zeiten gesehen.
Kleine, vor den Strahlen geschützte Bunker existieren, mit Kommunen, von denen viele seit Generationen das Tageslicht nicht gesehen haben. Der Protagonist des Spiels entstammt einer Kommune. Er öffnet den Bunker, um den Verbleib seines Vaters zu erforschen, welcher unter mysteriösen Bedingungen aus dem Bunker verschwand.
Wenn man Fallout 3 das erste Mal beguckt, fällt einem sofort die Grafik ins Auge - weite Landschaften und riesige Städte bieten dem Auge ein mehr als beeindruckendes Bild, eine Kunst, die Bethesda mit Oblivion bereits unter Beweis gestellt hat.
Die Umgebung ist, wie schon bei Oblivion sehr interaktiv. Der Spieler kann mit fast allen Gegenständen groben Unfug treiben, respektive sich im Kampf durch das Nutzen der Umgebung einen großen Vorteil verschaffen.
Spielerisch ist in Fallout 3 vor allem der Kampf hervorzuheben. Ein Thema, das in der Fanszene große Kontroversen aufwirft. Die Portierung eines echt rundenbasierten Rollenspiels auf ein Actionspiel war für die Entwickler sicher kein einfacher Schritt. Die präsentierte Lösung hat ihre Tauglichkeit auf Zufriedenstellung der Spieler daher erst noch zu zeigen.
Der Spieler steuert und kämpft, für ein Action-Rollenspiel typisch, aus der First Person- Perspektive, beziehungsweise aus der Third Person-Perpektive. Genreüblich sind Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit natürlich ein großes Kriterium.
Als Ergänzung zum Echtzeitkampfmodus bietet Bethesda mit dem Vault-tec Assisted Targeting System ein Element aus dem rundenbasierten Rollenspiel an. Der Spieler hat die Möglichkeit das Spiel durch Einsatz von Aktionspunkten (Action Points) zu pausieren, um gemütlich einen Charakter wie im Rollenspiel anzuvisieren und anzugreifen. Die Wahrscheinlichkeit eines Treffers wird dabei nicht durch die Zielgeschicklichkeit des Spielers bestimmt, sondern durch die Statuspunkte des Spielers, des Gegners und der Situation, in der sich beide befinden.
Das Kampfsystem wird zwar um dieses nette Gimmick erweitert. Insgesamt hat es bisher eher den Eindruck als ob Bethesda dieses Feature hauptsächlich aus Nostalgie und zur Befriedigung der Fans eingebaut hat, da der tatsächliche Nutzen im Spiel bisher fraglich erscheint.
Ansonsten bietet Fallout 3 neben der atemberaubenden Athmosphäre und dem nur zur Hälfte innovativen Kampfsystem das Übliche der Fallout-Serie: Stärkende Drogen, radioaktive Strahlung, fiese Mutanten und üble Bösewichter sind wieder an der Tagesordnung.
Bethesda hält glücklicherweise bei Fallout 3 nach wie vor an einer vielschichtigen Story fest, bei der dem Spieler viele Entscheidungen freigestellt werden, die zudem den weiteren Verlauf des Spiels maßgeblich beeinflussen. So versprechen die Macher knapp über 10000 verschiedene Enden des Spiels.
Erwähnenswert bleiben gegebenenfalls noch diverse Minigames die beim Öffnen von Schlössern oder Knacken von Computerterminals zum Einsatz kommen, vorstellen kann man sich dies wiederum ähnlich wie entsprechende Minigames bei The Elder Scrolls: Oblivion.
Insgesamt darf man auf Fallout 3 gespannt sein, ob alte Rollenspielfans der ursprünglichen Fallout-Serie begeistert sein werden, ist bisher jedenfalls eher fraglich. Fallout 3 betritt schließlich ein für die Serie ganz neues Genre.
(qwu)
Veröffentlicht am Sonntag, 24. August 2008 um 20:40 Uhr