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Im Kampf gegen Raubkopien ist den Behörden gestern ein wichtiger Schritt gelungen. In Kooperation mit der GVU durchsuchte die Polizei gestern mehr als 50 Geschäfts- und Wohnräume, "Top-Szene-Mitglieder" aus 14 Release-Gruppen sollen betroffen sein.
Die GVU selbst spricht von einem großen Erfolg. "Der gestrige Zugriff von Polizei und Staatsanwaltschaften hat einschneidende Auswirkungen auf die Release-Gruppen-Szene – dort, wo Raubkopien erstmalig entstehen. Dieser Schlag gegen wird die Szene nachhaltig schwächen", so Christian Sommer, Vorsitzender der GVU.
Im März 2006 stellte sich ein hoher Vertreter einer der Release-Gruppen als Informant zur Verfügung und verhalf der Polizei dadurch für die notwendigen Beweise. Die gestrige Aktion führte zu zeitgleichen Durchsuchungen, die um 8 Uhr geleitet von der Kriminalpolizei in Hürth begannen. Die Staatsanwaltschaft in Köln zeichnet sich für die Durchsuchungen verantwortlich. Ob der Informant einsatzbereit bleibt, wollte eine Sprecherin auf Anfrage von GamePorts nicht kommentieren.
Die Release-Szene reagierte mit Attacken auf den Webserver der GVU, in einschlägigen Foren wird intensiv über die Polizeiaktion diskutiert.
Rund 2.000 CDs und DVDs konnten sichergestellt werden, dazu 60 Computer und einige Internetserver. Die Release-Szene ist für Raubkopien von Datenträgern verantwortlich und verursacht den Unternehmen Schäden in Millionenhöhe. Alleine 200 Raubkopien aktueller Filme sind durch eine der 14 Gruppen in Tauschbörsen verbreitet worden.
(fsc)
Veröffentlicht am Freitag, 21. September 2007 um 18:55 Uhr
Schlüsselwörter
Aktion Boxenstopp, Christian Sommer, GVU, Hürth, Polizei, Release-Szene, Tauschbörsen