Es ist gefährlich im Universum geworden. Unter den verschiedenen Parteien - dem Imperium und die Republik - tobt ein Krieg. "Star Wars: Empire At War" möchte dort einsteigen und spielt zwischen Episode 3 und Episode 4. Anders als die bisherigen "Star Wars"-Spiele, möchte man jedoch im Echtzeitstrategie-Genre Fuß fassen.
An "Star Wars: Empire At War" sitzt zur Zeit das Entwicklerstudio "Petroglyph Games". Das sagt Ihnen nichts? Keine Panik, das Entwicklerstudio ist neu gegründet und das "Star Wars"-Spiel ist ihr Erstprojekt. Die Menschen, die jedoch hinter diesem Spiel stehen, sind alles andere als unbekannt: Command & Conquer, Civilization 3 und Dune 2 -, um nur einige Spiele zu nennen, an denen diese Entwickler bereits aktiv beteiligt waren. Ob das Spiel am Ende gut aussehen und zu dem Spaß machen wird, ist somit sicherlich einfacher zu beantworten.
In rund zwanzig Missionen versuchen Sie, das Universum unter Ihre Regentschaft zu bringen. Sie müssen jedoch keine streng lineare Kampagne befürchten, denn das Spiel gibt Ihnen eine gewisse Freiheit. Sie entscheiden, welche Planeten sie angreifen wollen, womit und wie sie es machen, liegt alleine in Ihrer Hand. Sollte Ihnen zwischenzeitlich die Puste ausgehen, die Produktion von Armeen ist zu langsam, oder Sie haben einfach keine Lust, einen weiteren Planeten mehr oder weniger hart zu erobern? Dann können Sie auch einfach einen Planeten angreifen, mit einfacheren Truppen, auf dem Planeten Gebäude und gegnerische Truppen zerstören und dann wieder schnell verschwinden. Das ist alles andere als sinnlos, denn so zerstören oder schwächen Sie den Gegner, was wiederum Auswirkungen im Universum nach sich ziehen kann. Neben Bodeneinheiten können auch Schlachten mitten im Universum, im Leeren stattfinden. Zur Verfügung stehen Ihnen dazu Sternenzerstörer und verschiedene andere Schiffe. In "Star Wars: Empire At War" können somit Massenschlachten entweder auf einem Planeten oder im Universum erstehen.
Zu dem Mehrspielermodus ist leider noch nicht sonderlich viel bekannt. Außer, dass Sie ein "Skirmishmodus" mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten erwarten wird.
Ein Spiel mit einer offiziellen Lizenz eines populären Spieles muss nicht nur Spaß machen, sondern sich auch an seiner Lizenz halten. "Empire At War" möchte dies erreichen. Auf Seiten des Imperiums maschieren "AT-AT"s und "AT-ST"s zusammen in Formationen - besonders achten die Entwickler darauf, dass die Wegfindung gut funktioniert. Generell ist es den Entwicklern wichtig, einen hohen "Star Wars"-Realismus zu erreichen, damit alles so authentisch wie möglich ist - solange der Spielspaß darunter nicht leidet.
Grafisch setzt das Erstlingswerk von "Petroglyph Games" keine neue Maßstäbe. Trotzdem sieht alles detailliert aus. Die Maßstäbe zwischen "AT-AT"s und anderen Einheiten stimmen. Alle Einheiten und Gebäude werfen Schatten von sich und Explosionseffekte sind realistisch.
Mit "Star Wars: Empire At War" erwartet uns voraussichtlich im vierten Quartal 2005 endlich ein gelungenes "Star Wars"-Echtzeitstrategiespiel, das seine Lizenz verdient und ausgenutzt hat.