Veröffentlicht am Freitag, 24. August 2007 von Stefan Keller
Lang ist's her, da begeisterte Unreal Tournament 2004 die Shooterfans dieser Welt. Dieses Jahr soll es endlich so weit sein: Eine neue UT-Version kommt auf den Markt. Ob sich das Warten gelohnt hat, haben wir uns für Sie angesehen.
Der letzte Teil der Unreal Tournament-Reihe liegt schon ein wenig in der Vergangenheit: Unreal Tournament 2004. Wenn ein neuer Teil einer solch prestigeträchtigen Spieleentwicklung so lang auf sich warten lässt, dann dürfen die Fans gespannt sein, und zwar zu recht - Unreal Tournament 3 (früher als Unreal Tournament 2007 bekannt) wirft bereits seine Schatten voraus.
Die Entwickler von Epic Games haben neben der PC-Version auch eine gute Nachricht für Besitzer von Next-Gen-Konsolen im Angebot: Die Unreal Engine 3, und damit die Voraussetzung für UT 3, wurde auch auf die Konsolen X-Box 360 und PlayStation 3 ausgelegt, sodass Konsolen- wie PC-Spieler in einen unverfälschten Spielgenuss von dem neuen UT kommen. Auf der Games Convention zeigte uns Midway eine Vorabversion des neuen Teils, erst auf der PS 3 und dann auch zu Vergleichszwecken auf dem PC.
Unterschiede gab es dabei so gut wie keine zu sehen. Was die Grafik angeht, bieten beide Plattformen eine beeindruckende Optik - und das, obwohl auf dem PC "nur" die DirectX 9.0c-Version zum Einsatz kam. Doch auch DirectX 10 möchten die Entwickler zusätzlich bis zur Veröffentlichung unterstützen.
Bei der Steuerung versicherte uns Midway, dass Konsolenspieler gegenüber ihren PC-Genossen nicht benachteiligt werden. Es sei mit dem PS 3-Controller beispielsweise möglich, zu schießen und danach die Waffe zu wechseln - und das innerhalb von einer Sekunde! Somit soll die von der UT-Reihe gewohnte schnelle Action auf allen Plattformen gewahrt bleiben.
Neu bei UT 3 sind auch die Fahrzeuge. Hierbei gilt es zwischen zwei Arten zu unterscheiden: einerseits die bekannten Militärfahrzeuge, wie z. B. dem guten, alten Panzer, andererseits die neuen, "speziellen", Fahrzeuge. Hierzu zählt beispielsweise ein Hoverboat, mit dem es möglich ist, in der Luft zu gleiten und sich somit etwas schneller fortzubewegen. Wem das noch immer zu langsam ist, der kann sein Gefährt mit einem so genannten "Power-Up" beschleunigen. Der Geschwindigkeitszuwachs ist enorm, doch dafür können Waffen erst nach dem Absteigen wieder genutzt werden.
Um etwas ins Spiel einzutauchen, hat der Kollege von Midway eine dem bekannten "Capture the Flag"-Modus ähnliche Spielart gezeigt. Hierbei geht darum, dass zwei Teams auf einer extrem großen Landschaft verschiedene Punkte haben, um die sie sich streiten sollen. Es gilt, die Flagge von einem der gegnerischen Mannschaft zu einem eigenen Punkt zu bringen. Ist dies geschafft, geht der Kampf um die anderen Punkte los. Die Teams sollen dann an den gegnerischen Stationen die Energiekugeln zerstören. Anschließend kann auch dieser "Checkpoint" eingenommen werden. Sobald eine Mannschaft alle auf der Karte befindlichen Punkte in ihrer Gewalt hat, ist der Sieg errungen und die Runde beendet. Beim Zerschießen dieser Objekte haben die Entwickler von Epic Games darauf geachtet, dass die physikalischen Gegebenheiten möglichst gut umgesetzt werden. In jedem der Punkte auf der Karte stehen auch Fahrzeuge bereit, die den Weg von A nach B beschleunigen sollen. Jedoch bleibt der Zugriff auf selbige verwehrt, solang sich der Punkt im Besitz des Gegners befindet. Wem welcher Punkt gehört und wo gerade ein Angriff stattfindet, zeigt die Minimap am oberen rechten Bildrand.
Dadurch, dass die Karten, auf denen gespielt wird, so groß sind, soll ein Spielspaß garantiert werden, egal, wo sich der Spieler befindet. Es soll also überall auf der Karte etwas los sein. Damit bei all der Action und den Fahrzeugen auch die Balance gewahrt bleibt, haben die Entwickler einen Bereich auf der Karte erfunden, der eine Art Gel-Raum darstellt. Innerhalb dieses Bereichs wird alles verlangsamt, abgeschossene Munition und durchlaufende Spieler eingeschlossen.
Um sich in das Spielprinzip und die Möglichkeiten von UT 3 einzuspielen, bietet sich der Einzelspielermodus an. Neu an UT 3 ist, dass sich der Spieler nicht nur seinen Charakter aussuchen, sondern auch modifizieren kann. Ist ein Spieler erfolgreicher im Einzelspielermodus, kann er sich beispielsweise einen Helm, eine Rüstung oder Schuhe freischalten. Im Mehrspielermodus steht dieser Charakter natürlich auch zur Verfügung - hieran können andere Spieler erkennen, wie gut sein Gegner ist und wie viel Spielerfahrung er hat.
Wer nun aber aufgrund der beeindruckenden Grafik ins Schwitzen kommt, weil sein Rechner nicht gerade die aller neuste Grafikkarte besitzt, kann beruhigt werden. Obwohl UT 3 auf PC wie auf Konsole auf HD-Auflösung gespielt werden kann (und freilich eine entsprechend starke Grafikkarte benötigt), können die Grafikeinstellungen variabel eingestellt werden. So sei UT 3 auf jedem halbwegs modernen Rechner spielbar, wenn auch mit Einbußen bei der Grafik.