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StarCraft 2

Leipziger Allerlei

Veröffentlicht am Samstag, 23. August 2008 von Patrick Wieth

StarCraft 2 - ein Spiel, das den koreanischen Spielern Tränen in die Augen treibt. Tränen der Freude. Die Ankündigung in Korea war phänomenal, die Begeisterung grenzenlos und jetzt war es sogar auf der Games Convention spielbar.

Warteschlangen wie im Vergnügungspark

Spielbar für die breite Masse und mit allen Rassen. Es gibt wohl keinen anderen Stand auf dem Leipziger Messegelände, der soviele Menschen anzieht und willenlos warten lässt, wie der Stand von Blizzard. Mit "Wrath of the Lich King" und "StarCraft II" bietet Blizzard natürlich gleich zwei Referenzspiele auf einem Stand an. So ist es nicht verwunderlich, dass die begeisterte Fangemeinde bereit ist, zwei Stunden zu warten, um eines der Spiele für 15-20 Minuten anspielen zu können.

Spieler beim StarCraft 2-Spielen

Magisch angezogen

Über den Spielern hängt eine riesige Leinwand, auf der Trailer und Ingame Videos zu sehen sind. Auch sie ziehen eine ganze Schar von Zuschauern an. GamePorts war für Sie vor Ort und hat StarCraft 2, so gut es in der kurzen Zeit eben geht, unter die Lupe genommen.

Kein neues Rad

Wer an dem Irrglauben festhält, dass Blizzard das Rad neu erfinden will und uns mit Innovationen bombardiert, der sollte sich schleunigst davon lösen. Denn Blizzard ist in der Weiterentwicklung des bedeutendsten Strategiespiels ganz konservativ geblieben. Auch wenn es viele längst wissen, es gibt keine Helden. Es gibt auch keinerlei Erfahrung, die Units stärker werden lässt. Einfach nur StarCraft. Aber das hat es in sich.

Altbewährtes

Der StarCraft-Kenner weiß sofort, dass hier ein Spiel für den eingefleischten Strategen geboten wird. Das Spielprinzip wird exakt beibehalten und viele Einheiten werden aus StarCraft: Broodwar übernommen. Man versucht etwas mehr Ökonomie ins Spiel zu packen, indem gleich zwei Vespin Geysire in der Basis stehen - außerdem besitzt ein solcher Geysir nun 1000 Vespin Gas, die aber für 100 Mineralien wieder aufgeladen werden können, wenn sie leer sind.

Eins ist Eins und nicht X für ein U

Es wird wohl trotzdem keinen riesigen Einfluss auf das Spielgeschehen haben, da es lediglich vereinzelte Klicks im mittleren Teil des Spiels zur Folge hat. Außerdem verhält sich die Produktionsliste etwas anders als früher. So benötigt man für jede einzelne Einheit einen Klick, auch wenn man mehrere Produktionsgebäude anvisiert hat. Wenn man also einen Marine in Auftrag gibt, wird auch nur einer gebaut, auch wenn man mehrere Produktionsgebäude anvisiert hat. Dasselbe Prinzip schlägt sich ebenso bei den Larven der Zerg nieder.

Mächtige und alte Bekannte

Da es keine Helden gibt, hat aber jede Fraktion eine riesige Einheit. Diese Einheit soll alleine schon sehr mächtig sein, wie z. B. ein großes Mutterschiff der Protoss, das Einheiten herbeirufen kann, eine ganze Luftflotte beschützt und selbst gehörig austeilt; dafür ist es, wie für Mutterschiffe laut Gebrauchsanweisung üblich, sehr langsam. Trotzdem finden sich überwiegend bereits aus dem Vorgänger bekannte Elemente. Der Hydralisk heißt nun Roach (Kakerlake), ist aber fast dasselbe. Oder eben der Stalker der Protoss, der ein Dragoner mit Teleport (kurze Reichweite) ist.

Wer zuletzt lacht

Für GamePorts und seinen Redakteur war dies ein guter Tag. Wir haben das Privileg genossen, StarCraft anzuspielen und die Sterne standen offenbar ziemlich günstig. Denn in zwei 15-minütigen Matches ging GamePorts als Sieger aus der Mehrspieler-Schlacht hervor, und zwar gegen keine geringeren als die zwei StarCraft-Spieler der deutschen Nationalmannschaft, Goody und Naruto.

Packende Mehrspieler-Strategie

Abschließend lässt sich sagen, dass StarCraft im Mehrspielermodus eine enorme Menge Spaß macht. Blizzard ist es wirklich gelungen, ein absolut packendes Multiplayerspiel zu erschaffen, das auch ohne riesige Innovationen die nächsten Jahre eines der bedeutendsten Turnierspiele sein wird - mit Sicherheit.