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Spore

Will Wrights neuster Streich

Veröffentlicht am Freitag, 22. August 2008 von Denis Etzold

Vor langer Zeit wurde es angekündigt. Am 4. September 2008 soll es nun endlich soweit sein und den Markt aufmischen. Wir hatten die Möglichkeit uns Spore etwas genauer anzuschauen.

Was ist Spore?

Falsch währe, Spore nur einem Genre zuzuordnen. Mit seinen vielen Elementen kann man das Spiel der Strategie, Simulation aber auch der Fantasiefraktion zuordnen. In einer witzig umgesetzten Welt kann der Spieler aus einer Zelle seine eigene Zivilisation enstehen lassen. In verschiedenen Evolutionsstufen erlebt man das wachsen seiner Zelle bis hin zur Kreatur.
Nachdem man erfolgreich Städte gebaut und sich auf dem Planeten etabliert hat, muss man mit Raumschiffen auch den Rest der Galaxie erobern.

Von der Zelle zur Kreatur

Zu Beginn des Universums bildeten sich Einzeller, welche sich durch Anpassung und Veränderung weiterentwickelten. Genau da beginnt Spore. Als Zelle kann man sich entscheiden, ob man Fleisch oder Pflanzen fressen möchte und los gehts. Der Spieler kann jetzt per Maus oder Tastatur Alphazellen fressen und steigert dadurch das Wachstum der eigenen Zelle. Nach festgelegten "Fressabschnitten" verändert man seine Gewohnheiten, zerstört seine Zellgenossen und frisst die dabei anfallende Nahrung. Nach und nach wird unsere Zelle mit Updates (zum Beispiel einer Turbodüse) verbessert und verlässt die Ursuppe, um als Kreatur auf dem Land zu leben.

 

Dabei wird eine weitere Art von Updates freigeschaltet: Beine. Diese sind wichtig, um sein automatisch vorhandenes Nest zu schützen und andere Kreaturen zu vernichten. Nötig wird das, da man DNS-Punkte braucht um seine Evolution weiter voranzutreiben.
Man sieht schon an den ersten zwei Stufen in Spore, das man nicht allzuschnell die Lust am Spiel verlieren kann, da durch immer neue Aufwertungen ein ständig hoher Spaßfaktor vorhanden ist.

 

Bau mir eine Stadt

Nachdem die Kreatur fertig ist, ist es Zeit einen eigenen Stamm aufzubauen und weiterzuentwickeln. Gesteuert wird ab sofort nicht die Kreatur, sondern das Lager mit seiner Stammeshütte. Mit dem Kauf gewisser Gegenstände kann der Charakter des Volkes bestimmt werden. Wenn der Spieler nur Geld für Waffen ausgibt, sind friedlich Konfliktlösungen mit anderen Stämmen eher unwahrscheinlich.

Diplomatie und Krieg bestimmen aber nicht nur eine Phase des Spieles. Auch im Zivilistationszeitalter sind diese Elemente wichtig und auch notwendig. Gebäude, Schiffe, Flugzeuge und U-Boote sind mit einem eigenen Editor zu erstellen und bekommen so wieder einen eigenen Stil. Das Spore-Universum kann von jedem Spieler so individuell gestalltet werden, das man nie die selben Kulturen sehen wird.

 

Als letztes Zeitalter folgt die Weltallphase. Mit einem Raumschiff bekommt man viele verschiedene Missionen. Unter anderem Terraforming (machen tote Planeten bewohnbar), Besiedelung (neue Städte schaffen) und die Eroberung (Städte einnehmen). Nebenbei können Artfakte gesucht werden (verbessern die eigenen Technologien).

Der Online Modus

Wenn der Spieler die Weltallphase erreicht hat, tritt ein interessantes Feature in Kraft. Über das Internet werden Daten mit anderen Spielern getauscht. Die selbst erstellten Kreaturen anderer werden auf dem heimischen PC sichtbar. Die oben genannten Möglichkeiten im Weltall sind aber auch ohne Internet möglich.


Sollte keine Verbindung zum Internet bestehen, nutzt der Computer eine Datenbank an Kreaturen und Völkern, welche zum Beispiel im Rahmen der Games Convention 2007 und das zuvor veröffentlichte Spore Labor erstellt wurden.
So gibt es unendlich viele Welten im Spore Universum, die nur auf ihre Eroberung oder Besiedelung warten.

Ersteindurck von Denis Etzold

Mit Spore entsteht ein völlig neues Genre. Die Mischung aus Simulation, Strategie und Fantasie macht das Spiel auf dem Markt bisher einmalig. Natürlich liegt ein hoher Erfolgsdruck auf den Machern, das sind diese aber bereits gewöhnt. Will Wright, der Erfinder der Sims-Reihe, kann sich mal wieder mit einer genialen Idee auf dem Spielemarkt einfügen.
Ersteindruck: Hervorragend