Veröffentlicht am Dienstag, 12. Februar 2008 von Marco Gödde
Schon so manches Modding-Projekt von Fans mauserte sich mit der Zeit zum Vollpreisspiel. So geschehen bei Counterstrike oder auch Desert Combat, das in die Entwicklung von Battlefield 2 einfloss, inklusive dessen Programmierer. Nun gesellt sich mit Overdose ein weiterer Spross der Fangemeinde zu dieser illustren Gemeinschaft. Ob der Sprung vom Fanprojekt zum Vollprogramm gelungen ist, erfahren Sie in unserem Test.
Anders, als in den Vorgängern schlüpfen Sie im jüngsten Teil der Painkiller-Reihe nicht mehr in die menschliche Haut Daniels, sondern stülpen sich das Gewand eines echten Sprössling der Unterwelt über. Belial, gezeugt ohne Liebe, erzogen zum Hass und eigentlich auf ewig weggesperrt, gelingt die Flucht und von nun an kennt er nur ein einziges Ziel: Rache an seinen Peinigern und im Grunde auch allen anderen, die ihm im Laufe der 16 Level vor die Flinte laufen.
Dazu greifen Sie sich eine der sechs neuen Waffen, zu denen auch so ungewöhnliche Dinge wie abgeschlagene und Strahlen verschießende Dämonenschädel gehören. Und eine Armbrust, bestückt mit magischen Knochen, ersetzt den beliebten Blaster. Ansonsten gestaltet sich Ihr Arsenal ziemlich konventionell und ist bereits zur Genüge aus den Vorgängern bekannt.
Ebenso konventionell kommen auch die 40 neuen Gegner daher. Zwar sind allesamt abwechslungsreich und absolut passend zur höllischen Szenerie der Unterwelt entworfen worden. Spielerisch kommen diese aber nicht über den Status des simplen Kanonenfutters hinaus.
Mehr verlangen Ihnen nur die obligatorischen Endgegner ab, die wie gehabt am Levelende auf Sie warten. Hier gilt es den entsprechenden Schwachpunkt zu finden. Haben Sie den aber erst einmal gefunden, heißt es auch nur einfach draufhalten und ballern, was die knappen Munitionsvorräte hergeben.