Veröffentlicht am Dienstag, 18. Dezember 2007 von Stefan Keller
Überraschend steht dieses Jahr im Dezember Weihnachten vor der Tür. Mindestens genauso überraschend ist es, dass Electronic Arts anlässlich dieses Festes neue Ausgaben erfolgreicher Spieletitel in die Regale stellt. Die 2007er Version der Need for Speed-Reihe haben wir uns für Sie angesehen.
Zugegeben, illegale Straßenrennen hatten ihren Reiz. Doch nach über vier Jahren ist auch dieses Pflaster etwas monoton geworden. Daraus resultiert, dass Need For Speed: Pro Street auf echten, abgesperrten Rennstrecken spielt, auf denen richtig organisierte Renn-Clubs ihre – zur Abwechslung sogar legalen – Rennen austragen. So kommt es, dass weder die Polizei, noch der Gegenverkehr die Rennen behindern.
Auffällig ist jedoch, dass es weder einen Wetter- noch einen Tag-Nacht-Wechsel gibt. Zumindest Regen hätte der Abwechslung im Rennspiel noch etwas besser getan.
Die Karriere, als Hauptteil des Einzelspielermodus, ist mehr oder weniger (wieder) so, wie man es sich von einem Rennspiel vorstellen würde. Am Anfang wird kurz das Szenario erklärt, in dem sich der Spieler bewegt und danach wird man weitestgehend mit Cut-Scenes und der gleichen in Ruhe gelassen. Im Wesentlichen geht es darum, der neue Showdown King zu werden. Diesen Titel hat zu Beginn noch Ryo Watanabe inne, der davon jedoch ziemlich abgehoben ist und in Interviews versucht, seine Renn-Autorität zu bewahren, in dem er die Leistungen andere herunter redet. Sie spielen den Protagonisten des Spiels, Ryan Cooper, der sich von Null an heraufarbeiten muss, um Ryo zu zeigen, dass er nicht der einzige Fahrer im Feld ist. Das erledigen Sie, in dem Sie an Rennveranstaltungen der Einzelnen Renn-Clubs teilnehmen und möglichst gut abschneiden. Eine Rennveranstaltung besteht aus mehreren Rennen (z.B. Grip oder Zeitfahren) und Events (z.B. Drag oder Drift). Hierbei kommt es nicht nur darauf an, dass Sie als erster die Ziellinie sehen; das ganze sollte auch noch möglichst elegant geschehen, wenn Sie den Renntag dominieren möchten. Den Renntag zu dominieren, hat den Vorteil, dass Sie mehr Geld bekommen und das wiederrum ist in Need For Speed: Pro Street sehr knapp. Die Punkte, die über Ihre Dominanz entscheiden, sammeln Sie beim Fahren. Hierbei spielt es eine Rolle, ob Sie beispielsweise den aktuellen Rundenrekord einstellen oder Ihren Wagen beschädigen. Wenn Sie also besonders schnell und besonders sicher fahren, erhalten Sie mehr Punkte und ggf. genug, um den Tag zu dominieren. Neben zusätzlicher Geldprämie gibt’s dann auch noch "Marker", die Sie sich aussuchen können. Hinter jedem Marker ist ein Extra versteckt, beispielsweise ein Reparaturgutschein oder Geld. Für einen siegreichen Renntag können Sie sich einen Marker aussuchen, dominieren Sie den Tag, sogar zwei.
Die Rennstrecken sind vielfältig und gehen rund um die Welt. So gibt es beispielsweise eine Strecke in der Wüste von Nevada, aber auch einen abgesperrten Autobahnabschnitt in Deutschland, auf denen Sie sich behaupten müssen.