Veröffentlicht am Donnerstag, 13. September 2007 von Frederic Schneider
Nach dem "Wintermärchen" im eigenen Land mit dem Sieg der deutschen Handballer, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Spielebranche nicht Halt vor der zweitbeliebtesten Volkssportart macht. Doch statt eines großen Publishers wagte sich "nur" die "Games Company" an das Genre Handball. Die Idee ist gut - doch an der Umsetzung hapert es noch.
Eines zeichnet "Heimspiel: Handballmanager 2008" besonders aus: Es wird nicht nur von Handball-Legende Stefan Kretzschmar "empfohlen", sondern liefert gleich noch die Originaldaten der Handball-Bundesliga mit. Grund: Das Spiel von "The Games Company" ist gänzlich alleine auf dem Markt - und kann so aus dem Vollen schöpfen.
Doch statt einer schönen Simulation haben sich die Entwickler lediglich an einen Manager getraut. Quasi der Fussball Manager von EA für die neue Trend-Sportart.
Der Unterschied zwischen Fußball und Handball wird schnell klar - und hier meinen wir nicht vom Sinn, sondern von der Spielqualität: Das Menü sieht viel einfacher aus als bei EA. Hier macht der Fussball Manager in seiner neuesten Ausgabe, die uns Gerald Köhler auf der Games Convention zeigte, einen viel besseren Eindruck.
Zu Beginn eines Spieles wählen Sie die Anzahl der Manager und Ihren Namen, sowie die Mannschaften aus. Leider berücksichtigt der Handballmanager lediglich Männermannschaften bis in die "vierte Liga" - und auch die nur lückenhaft. Wer sich nämlich von unten nach oben aufbauen möchte, wird möglicherweise auf seinen Heimatverein verzichten müssen. Sofern der Handballmanger noch nicht vertraut ist, bietet das Spiel ein Tutorial an, das die wichtigsten Eigenschaften erklärt.