Veröffentlicht am Freitag, 17. August 2007 von Alexander Trust
Aller Anfang war schwer, doch von einfachster Grafik über die ersten 3D-Spiele, haben sich die Videospiele inzwischen zu einem wichtigen, kulturellen Gut unserer Gesellschaft entwickelt. Erstmals wird auf der diesjährigen Games Convention die Vergangenheit detailliert beleuchtet, und die zehn "einflussreichsten Spiele aller Zeiten" werden gekührt. GamePorts-Autor Alexander Trust sprach mit René Meyer, Initiator der Ausstellung "35 Jahre Telespiele".
GamePorts: Wie kamen Sie auf die Idee, solch eine Ausstellung zu organisieren?
René Meyer: Schon immer habe ich gesammelt … und meine Schätze gern gezeigt (grinst). In der Vergangenheit nutzte ich regelmäßig Gelegenheiten, einzelne Geräte im kleineren Rahmen vorzuführen. Mittlerweile könnte meine Sammlung ein ganzes Museum füllen. Als Leipziger, der bereits an zahlreichen Projekten im Umfeld der GC mitwirken durfte, lag es auf der Hand, der Messegesellschaft eine Ausstellung vorzuschlagen. Sie steht dem Retro-Gedanken sehr offen gegenüber; man denke an die Sonderausstellung "Pong Mythos" im vorherigen Jahr.
200 Quadratmeter Fläche mit Objekten der Videospielgeschichte zu füllen ist bestimmt keine einfache Aufgabe. Wie groß war der Aufwand, auch die Logistik?
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Leipziger Messe, die sich um den Standbau kümmert, sodass ich mich ganz auf die Exponate konzentrieren kann. Das war auch nötig, denn ich wollte nicht nur einfach die Geräte aufstellen, die vorhanden waren. Es sollte eine halbwegs vollständige, repräsentative Auswahl sein. Dazu war es nötig, noch zahlreiche Konsolen und vor allem Home Computer nachzukaufen, die mir in der Entwicklungsgeschichte der Spiele wichtig erschienen. Das war eine Arbeit von mehreren Wochen und eine Investition von mehreren Tausend Euro - die auch ziemlich viel Platz wegnimmt. Einige Geräte lieh ich mir von Freunden aus.