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Games Convention 2007

Über die Historie der Videospiele

Veröffentlicht am Freitag, 17. August 2007 von Alexander Trust

Die ersten Spiele wurden für Spielhallen entwickelt. Sie mussten auf Anhieb zu verstehen sein, aber nicht so einfach, dass der Spieler für 25 Cent den ganzen Abend unterhalten werden musste. Home Computer in den 80ern boten mehr Speicherplatz für umfangreichere Spiele. Die ersten Vertreter der CD-ROM-Generation in den 90ern konzentrierten sich zu sehr auf Videos … und vergaßen das eigentliche Spiel. Heute ist der Markt so groß, dass es für alle Spielertypen genügend Auswahl gibt - schwere und komplexe Strategiespiele für den Profi, einfache, schnell zu erfassende Unterhaltung für den Gelegenheitsspieler.

Vielleicht werden sich die Entwickler zukünftig mehr bemühen, mit einem Spiel alle Zielgruppen zu erfassen, indem sie den Schwierigkeitsgrad nicht nur durch Ändern einiger Variablen anpassen, sondern durch Dehnen und Biegen der Komplexität.

Faszinierend und zugleich bezeichnend finde ich, dass der Urvater der Spieleindustrie, Ralph Baer, bereits 1966 in seinem ersten Konzept für eine Spielkonsole viele der Möglichkeiten ersann, auf denen Spiele heute ganz oder teilweise basieren: Action, Sport, Lernspiele, Brett- und Kartenspiele … Wirkliche Neuerungen gibt es kaum noch. So liegt die Herausforderung für die Entwickler eher darin, Vorhandenes perfekt zu kombinieren, wie “World of WarCraft” trefflich zeigt.

Am auffälligsten ist freilich die Entwicklung der Grafik. Am Anfang gab es nur Quadrate und Striche, dann kamen grobpixlige Männchen - und heute werden selbst Gesichter lebensecht animiert.

Gibt es Pläne, solche Ausstellungen auch an weiteren Standorten zu organisieren?

Ursprünglich dachte ich an ein einmaliges Vorhaben, aber nun gibt es bereits Anfragen aus anderen Städten. Noch reizvoller fände ich eine Dauerausstellung in Leipzig.

Über René Meyer
Meyer, 1970er Jahrgang, gilt als einer der bekanntesten Vertreter der Spielebranche in Deutschland. Populär ist sein Projekt Mogelpower, berüchtigt sind seine Bücher. Er ist Besitzer von mehreren Tausend Spielen und rund 200 Konsolen. Außerdem schreibt er vorwiegend über PC-Themen für die Frankfurter Allgemeine.

Das Interview erschien im Original auf der Seite von Alexander Trust.

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