Veröffentlicht am Montag, 3. März 2008 von Marco Gödde
In Final Fantasy XII: Revenant Wings erleben Sie reichlich Abenteuer im sagenumwobenen himmlischen Kontinent. Ob der jüngste Spross aus dem Hause Square Enix mit seinen großen Brüdern mithalten kann, wollen wir in unserem Test klären.
Revenant Wings für Nintendo DS ist, wie die zwölf im Titel bereits vermuten lässt, der kleine Bruder von Final Fantasy XII. Doch im Gegensatz zum ein Jahr alten Namensvetter richtet sich der klar an jüngere Spieler. Ein Faible für den typisch japanischen Look sollten Sie also schon haben.
Die Schnittmenge der beiden Titel ist zwar gering, trotzdem starten Sie mit den bereits bekannten Charakteren Vaan und Penelo. Doch schnell verlassen Sie die bekannten Gefilde von Ivalice und machen sich als aufstrebender Luftpirat auf zu neuen Abenteuern und der Suche nach dem Schatz von Glabados. Doch bereits bei ihrem ersten Einsatz Schrotten Sie ihr geliebtes Luftschiff und hängen erst mal in der Stadt Rabanastre fest. Da trifft es sich gut, dass eines Tages ein herrenloses Geisterschiff vor Ihrer Haustür strandet. Nachdem Sie es sich unter den Nagel gerissen haben, bringt es Sie und Ihre Begleiter direkt zum sagenumwobenen Himmelskontinent Lemurés, wo Ihr eigentliches Abenteuer beginnt.
Lemurés ist ein in mehrere kleine Inseln zerfallener Kontinent, der über den Wolken schwebt und in der Vergangenheit hinter einem schützenden Schleier verborgen lag. Doch nun hat der Vorhang Risse bekommen und skrupellose Luftpiraten beginnen damit, die Schätze dieser Welt zu plündern. Doch da Sie, wie es sich gehört, auf der Seite der Guten stehen ist es nun Ihre primäre Aufgabe die Welt und ihre Bewohner zu schützen und dem Treiben der bösen Buben Einhalt zu gebieten.
Dazu scharen Sie ihre Gefährten um sich, statten diese mit Waffen und Rüstungen aus und ziehen in die Missionen, in denen es meistens daraus hinausläuft, alle Gegner von der Karte zu fegen. Dabei setzten Sie auf die Unterstützung sogenannter Esper. Diese kleinen niedlichen Wesen binden Sie mit dem Ring des Paktes an sich und beschwören Sie an Portalen. Mit der Zeit schalten Sie bis zu fünfzig diese Geschöpfe frei und kombinieren Sie in drei verschiedenen Decks. Somit ziehen Sie mit fünf Charakteren plus je zwei Esper in die Schlacht, was in den in Echtzeit ausgetragenen Scharmützeln dazu führt, das der Überblick verloren geht. Da aber Ihre Mitstreiter rollenspieltypisch über magische Fähigkeiten wie Heilung und Wiederbelebung verfügen und eine Mission meistens erst dann verloren ist, wenn alle Gruppenmitglieder ins virtuelle Gras gebissen haben, können sie getrost darüber hinweg sehen. Zumal sich die Auseinandersetzungen selten schwierig gestalten. Zumeist fordert Sie nur die schiere Masse an Gegnern.
Gesammelte Erfahrungspunkte verteilen sich automatisch und die Entwicklung der Heldengemeinschaft ist voll automatisiert. Lediglich beim Einsatz der verschiedenen Zaubersprüche und Fähigkeiten, sowie dem Ausrüsten mit Gegenständen kommt leichtes Rollenspielflair auf. Dafür dürfen Sie ihre Waffen, Rüstungen und Accessoires auch selber basteln. Dazu benötigen Sie Materialien, die Sie während der Missionen sammeln, und Rezepte, die Sie gefundenen Büchern entnehmen. Die Materialien gibt es in drei Qualitätsstufen, je höher, desto besser das Endprodukt. Darüber hinaus müssen Sie drei Fragen beantworten, die sich darauf auswirken, wie der fertige Gegenstand die Talente, wie Willenskraft, Stärke oder Magie beeinflusst.