Veröffentlicht am Dienstag, 9. Oktober 2007 von Marco Gödde
Enemy Territory: Quake Wars versucht die schnellen actionreichen Gefechte aus Quake mit der taktischen Vielfalt eines Battlefield 2 zu verknüpfen, scheitert dabei aber am eigenen Anspruch. In den schnellen Schusswechseln stirbt man viel zu oft und viel zu schnell, als dass man sich die nötige Zeit für das Erfüllen der Missionen nehmen kann. Gerade wenn man auf Seiten der GDF einen MKP erfolgreich in das Zielgebiet steuern muss, ist das eher lästig. Die Nachteile auf beiden Seiten gleichen sich leider nicht aus und so fehlt es einigen Karten am nötigen Gleichgewicht. Zwar ist die Idee der aufgabenbasierten Karteneroberung im Grunde gut, wurde aber in einigen Punkten nicht konsequent zu Ende gedacht. Die Taktik bleibt dabei leider allzu oft auf der Strecke. Dennoch macht Quake Wars Spaß und bringt einige Abwechslung in das Genre der Mehrspieler-Shooter. Doch angesichts der bestehenden und noch kommenden Konkurrenz wird es Enemy Territory schwer haben, sich bei den Spielern zu etablieren. Und so ist Quake Wars weder Fisch, noch Fleisch. Aber trotzdem essbar.
Pro und Kontra
+ Abwechslungsreiche Karten
+ Gute Grafik mit geringen Hardwareanforderungen
+ Schneller Einstieg, kurze Wege an Front
+ Motivierendes Belohnungssystem
+ Schneller und komfortabler Serverbrowser
+ Viele verschiedene Aufgaben
- Balance nicht immer gelungen
- Kein Voice over IP
- Nicht alle Klassen sind nützlich
Einzelwertungen:
Spielspaß: 81 Prozent
Grafik: 81 Prozent
Akustik: 82 Prozent
Bedienung: 89 Prozent
Mehrspieler: 81 Prozent
Gesamt: 83 vom 100 Prozent.