Veröffentlicht am Freitag, 24. August 2007 von Stefan Keller
Spielen Sie Brothers in Arms: Hell's Highway, legen Sie ein Geschichtsbuch und einen Tagebuchauszug eines Soldaten daneben und vergleichen Sie selbst. Sie werden kaum Unterschiede feststellen. So vollmundig begrüßte uns ein ehemaliger der U.S.-Army, um auf den neusten Teil der Brothers in Arms-Serie einzustimmen.
Und tatsächlich: das Geschehen wirkt tatsächlich sehr realistisch. Aber die Entwickler von Gearbox Software gaben sich auch alle Mühe, diese Atmosphäre zu sichern. Alles, was im Spiel zu sehen und auch zu erleben ist, hat im Zweiten Weltkrieg wirklich so stattgefunden, selbst die Häuser sind authentisch; sie basieren auf Fotos, die in der Zeit, in der die aktuelle Mission spielt, gemacht wurden.
Das Pikante an dem neusten Teil der Brothers in Arms-Serie liegt nach Angaben eines der Entwickler darin, dass sich das Spiel "nicht so richtig" in ein traditionelles Genre einordnen lässt. Es ist hierbei First-Person-Shooter, zum Teil auch Third-Person-Shooter (d. h. man kann sich als Spieler selber sehen), idealerweise aber über weite Strecken ein Squad Combat-Spiel. Es ist allerdings anzuraten, dass der Spieler sich nicht in einen Ego-Shooter hinein versetzt fühlt – dafür wurde ja schließlich auch das Taktische am Spiel eingebaut. Es ist also deutlich sinnvoller, den Squad-Commander zu agieren und lieber seine Team-Mitglieder im Wesentlichen zu sagen, wo sie hin sollen. Der ehemalige U.S.-Army-Soldat Col. John Antal begründete das mit der Weisheit, dass seine Soldaten etwas sind, das der Spieler (in der Rolle des Kommandanten) seine Soldaten liebt; aber um richtig erfolgreich zu sein, muss er es riskieren, sie zu opfern. Anders als andere im Zweiten Weltkrieg angesiedelte Spiele, will Brothers in Arms: Hell's Highway nicht eine lange Periode von fünf Jahren zeigen, sondern nur eine ganz kurze Zeit umfassen. Der Entwickler meinte, dass das Spiel eine Episode von "vielleicht zehn Tagen" veranschaulicht.