Veröffentlicht am Freitag, 22. August 2008 von Stefan Keller
Armed Assault 2 ist bestrebt, die Referenz im Bereich der Militärsimulationen am PC zu werden. In einer Presseveranstaltung wurde uns eine Beta-Version gezeigt, die wir Ihnen näherbringen möchten.
Die Engine ist darauf optimiert, möglichst funktional zu sein. So soll sich eine Erhöhung der Auflösung nicht negativ auf die Performance des Spiels auswirken. Gebraucht wird allerdings ein Prozessor mit mindestens zwei Kernen und eine Grafikkarte, die DirectX 9.0c, also den Shader-Model 3.0, unterstützt – also theoretisch mindestens eine GeForce 6. Je mehr Leistung der PC bereitzustellen weiß, desto zufriedener wird das Spiel allerdings damit.
Das Spiel findet seine Welt in dem fiktiven Staat Cernarus – also Schwarzrussland, grob übersetzt. Diesen Staat gibt es nicht, wohl aber fast alles, was es in diesem Staat zu sehen gibt: Die Spielwelt wurde aus Satelitenaufnahmen in Tschechien modelliert und erinnert detailgetreu an das Original, mit Ausnahme eines Meers, das es in Tschechien nicht gibt, für das Spiel aber gebraucht wird. Auf einer Fläche von 225 Quadratkilometer findet der Spieler 50 Ortschaften. Diese sind nicht ganz so groß wie in Armed Assault, aber dafür glaubwürdiger gebaut.
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Während im Norden Chernorus‘ die Landwirtschaft eine große Rolle spielt, ist der Süden eher durch Industrie geprägt.
Es geht darum, dass der Staat Chernarus gerne zu dem im Norden angrenzenden Russland gehören möchte, so kommt es zu Aufständen. Außerdem ist Russland kein großer Fan dieses Vorhabens – der Zündstoff für die Auseinandersetzungen. Alexander Harlander betonte jedoch, dass dies überhaupt nichts mit der aktuell in Georgien stattfindenden Auseinandersetzung zu tun hat – das Spiel befindet sich seit eineinhalb Jahren in Entwicklung, damals war der Konflikt noch nicht abzusehen.
Der Spieler steht im Einzelspielermodus auf der Seite der US-Army, die allgemein für Stabilität im Land sorgen soll, zur Zeit aber auf dem Rückzug ist. Sie steuern in der Kampagne ein ganzes Team „Razor“, zwar nicht gleichzeitig, aber mit fortschreitendem Spielstand übernehmen Sie die Rolle eines immer befehlsgewaltigerem Mitglied Ihres Teams. Der Standpunkt im Spiel ändert sich während des Spielverlaufs öfters. So sind zu Beginn nicht alle Informationen über die Lage bekannt, andere Informationen sind falsch und vieles ergibt sich erst auf dem Schlachtfeld. Durch das Konversationssystem kann der Spieler die Bevölkerung oder Kameraden nach Informationen fragen.
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Der aus dem Mehrspielermodus bekannte Warfare-Modus, in dem die gesamte, riesige Karte für eine Schlacht genutzt wird, wurde nun auch in den Singleplayermodus übertragen.
Die Soldaten dürfen sich über 50 Fahrzeuge in 150 Variationen, darunter Panzer, LKWs, Helikopter und auch Mountainbikes, freuen. Das Waffenarsenal umfasst 40 Wummen in 80 verschiedenen Ausführungen.
Die Umgebung ist nahezu komplett zerstörbar, inklusive Häusern und Bäumen. Häuser sind zum Teil auch begehbar, das trifft aber nicht auf alle zu.
Interessant ist, dass die KI nicht gescriptet ist. Das heißt, wenn man die Russen auf die Schwarzrussen ansetzt, sich ein ruhiges Plätzchen sucht, das Treiben beobachtet und das dreimal wiederholt, sieht man drei verschiedene Kampfhandlungen.
Die Entwickler haben auch an der Soundkulisse geschraubt. So klingt ein Hubschrauber, je nach Kameraperspektive, unterschiedlich. Außen sind die Turbinen zu hören, während in der Cockpitansicht nur der Rotor zu hören ist.
Wie immer bietet ArmA auch im neuen Teil einen dynamischen Tag-/Nachtwechsel und auch die wichtigsten Wetterschikanen, bis auf Schneefall. Dafür aber einen realistischen Sternenhimmel, nachdem auch eine Navigation möglich ist.![]()
Eine Xbox 360-Version ist ebenfalls geplant, wird aber ein ganzes Stück nach der PC-Version, die im vierten Quartal 2008 kommen soll, erscheinen. Wer am PC lieber mit dem Xbox 360-Controller spielen möchte, kann dies aber tun. Das Spiel erkennt ihn korrekt und legt automatisch die, natürlich auch modifizierbare, Xbox-Steuerung auf die Tasten.
Der Mehrspielermodus gestaltet sich einmal mehr gewohnt umfangreich. So finden Sie dort Cooperative-Modi in verschiedenen Ausführungen und natürlich auch wieder den Warfare-Modus.
Ein großes Ziel hat man sich gesetzt und gleichzeitig ein großes Erbe anzutreten. Die Sterne stehen aber recht gut. Das Spiel macht einen ordentlichen und grundsoliden Eindruck - wenn die Community weiterhin mitspielt, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg.