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Battlefield 2142: Northern Strike.

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Battlefield 2142: Northern Strike

Schlachtfeld Deutschland

Veröffentlicht am Dienstag, 13. März 2007 von Marco Gödde

In gewohnter Tradition veröffentlichte Electronic Arts kürzlich das erste Booster Pack zu seinem jüngsten Ableger der Battlefield-Reihe: Battlefield 2142. Ob sich der zirka 170 MBytes große und zehn Euro teure Download lohnt, erfahren Sie in unserem Testbericht.

Drei Städte Tour

 Das erste Booster Pack für Battlefield 2142 hört auf den Namen Northern Strike und verlagert die futuristischen Schlachten nach Deutschland. Diese finden auf drei neuen Karten statt: Auf Bridge at Remagen kämpfen Sie um die bereits aus dem Zweiten Weltkrieg bekannte Rheinbrücke. Wie damals bildet die zum Teil zerstörte Brücke den einzigen Übergang über den Rhein und wird dadurch zum heiß umkämpften Engpass. Auf Liberation of Leipzig kämpfen Sie zum ersten Mal bei Nacht. Außerdem bietet die Karte spannende Gefechte in engen Häuserschluchten. Zu guter Letzt bekommen Sie auf Port Bavaria eine Vorstellung davon, wie die Soldaten auf die Titanen verladen werden, schließlich kämpfen Sie hier um einen gigantischen Titanhafen. Abgesehen von den engen Straßenzügen in Leipzig, sind alle Karten sehr weitläufig angelegt und bieten gerade für Scharfschützen eine herrliche Weitsicht. Für Infanteristen empfiehlt es sich deshalb nur im Sprint die Stellung zu wechseln oder sich gleich in eines der zwei neuen Fahrzeuge zu setzen.

Auf Seiten der Pan Asian Coalition (PAC) ist der sehr schnelle Hachimoto hinzu gekommen. Der Speeder nutzt die gleiche Schwebetechnik wie der Nekomata-Panzer und eignet sich damit bestens für flotte Richtungswechsel und schnelle Vorstöße an die gegnerischen Flaggenpunkte. Der Fahrer verfügt über ein starkes Bordgeschütz, während der Beifahrer einen Granatwerfer bedient und mit der Zweitwaffe eine TV-gelenkte Rakete verschießt. Allerdings ist der Speeder nur sehr schwach gepanzert und reagiert entsprechend empfindlich auf Beschuss.

 Ganz im Gegensatz zum Goliath: Der neue Truppentransporter der European Union (EU) verfügt über sieben Reparaturzellen, die den schwerfälligen Koloss permanent Instandsetzen. Erst wenn diese Zellen zerstört sind, lässt sich der Goliath in seine Einzelteile zerlegen. Darüber hinaus versorgt er nahe Truppen mit Munition und Heilung. Die fünf Geschütze bieten mit Partikelwerfern und konventionellen MGs genug Abwehrmöglichkeiten gegen Infanteristen, zusätzlich kann der Fahrer mit dem Sekundärgeschütz Annäherungsminen verschießen und ist damit auch gegen feindliche Fahrzeuge gewappnet. Voll besetzt ist der Goliath eine nahezu uneinnehmbare Festung, die sich nur als Mannschaft knacken lässt.

Neues Spielzeug

Neben den zwei Fahrzeugen und drei Karten bietet das Booster Pack zehn neue freischaltbare Ausrüstungsgegenstände. Einen neuen Spawnbeacon für Squadleader, der die Wiedereinstiegszeit der Soldaten erheblich verkürzt und als neue Spielerfähigkeit ein Paar neue Stiefel, die den Schaden bei einem Sturz reduzieren und die Sprungkraft schneller regenerieren. Die restlichen acht Unlocks verteilen sich gleichmäßig auf die vier Spielerklassen und bringen einiges an interessanten Spielzeugen mit. Darunter zum Beispiel eine neue Handgranate für den Pionier, mit der sich mehrere Annäherungsminen auf einmal entschärfen lassen, was das mühselige Entschärfen jeder einzelnen vermeidet. Oder die Clark 12-RDX für den Supporter, die explosive Haftprojektile verschießt.

 Da es keine neuen Ränge in Northern Strike gibt, werden die Gadgets nun über die neuen Auszeichnungen freigeschaltet. Zwei neue Ehrenspangen und vier neue Ordensbänder sind hinzu gekommen, die sich aber leicht verdienen lassen. Die Bedingungen für die neuen Auszeichnungen sind bewusst so gewählt worden, dass sie leicht und schnell zu erfüllen sind und Besitzer des Booster Packs schnell in den Genuss der neuen Ausrüstung kommen.

Eine neue Anstecknadel gibt es auch - allerdings nur für EU-Soldaten. Diese können sich den Pin auch nur im neuen Angriffsmodus verdienen. Dafür müssen sämtliche auf der Karte verteilten Flaggenpunkte besetzen und somit den Zugang zur Hauptbasis der PAC-Truppen geöffnen werden, um diese in einem finalen Vorstoß zu erobern. Durch den Verzicht auf Panzer entstehen im Angriffsmodus spannende und schweißtreibende Infanteriegefechte um die einzelnen Kontrollpunkte. Gerade auf Seiten der PAC-Truppen wird der Pionier zur bevorzugten Klasse für die Spieler. Schließlich ist er, bedingt durch seine Ausrüstung, das effektivste Mittel zur erfolgreichen Bekämpfung des starken Goliaths.

Fazit

 Wie schon von den beiden Booster Packs zum Vorgänger Battlefield 2 gewohnt, bringt Northern Strike einige neue Inhalte mit. Die drei neuen Karten sind sowohl optisch als auch spielerisch toll und anspruchsvoll gestaltet. Die neuen Auszeichnungen und vor allem die damit verbunden Unlocks wecken den Ergeiz - zumal sie auch im Hauptspiel zum Einsatz kommen. Und der neue Spielmodus Angriff fördert besonders das Teamspiel, da sich der neue Goliath nur so erfolgreich bekämpfen lässt, beziehungsweise auch nur so effektiv seine Stärken ausspielen kann. Allerdings hat sich grafisch wenig getan: Die sichtbaren Atemwolken der Soldaten sind zwar neu, bringen spielerisch aber gar nichts.

Sicherlich kann man über den Umfang des neuen Booster Packs streiten, schließlich liefern andere Hersteller so etwas per kostenlosen Patch. Allerdings gibt es auch Rollenspielhersteller, die eine lieblose Sammlung nutzloser Plug-Ins als überteuertes Add-On verkaufen.

Unter diesem Aspekt lohnen sich die zehn Euro und der Download des Booster Packs alle mal. Und für Fans der Battlefield-Reihe empfiehlt sich Northern Strike eh von selbst.

Pro und Kontra
+ Neuer Angriffsmodus sorgt für Spannung
+ Anspruchsvolle und schicke Karten
+ Reichlich neue Unlocks, auch im Hauptspiel einsetzbar
+ Mehrspielergefühl nach wie vor vom feinsten

- Trotz alledem geringer Umfang
- Sturmsoldat im Angriffsmodus ziemlich nutzlos
- Keinerlei grafische Verbesserungen

Einzelwertungen
Spielspaß: 82 Prozent
Grafik: 89 Prozent
Akustik: 88 Prozent
Bedienung: 83 Prozent
Mehrspieler: 92 Prozent

Gesamt: 86 von 100 Prozent.