Veröffentlicht am Freitag, 25. August 2006 von Denis Etzold
Am 15. September soll es soweit sein: Die deutsch-deutsche Produktion Paraworld soll nicht nur Europa erobern. Rechtzeitig zur Games Convention wurde das Spiel fertig- und den Besuchern vorgestellt.
Ein geheimer Bund von Forschern sucht nach paralellen Welten. Ihr Anführer, der geniale Mathematiker Jarvis Babbit, entdeckt nach Jahrzehnte langer Forschung den Schlüssel, um die anderen Welten besuchen zu können. Die Urzeit scheint in diesen Universen noch nicht überwunden zu sein. Es gibt Stämme und vor allem Dinosaurier. Auch wirkt diese Welt wie ein Jungbrunnen für das Team um Babbit.
Doch drei junge Wissenschaftler kommen dem Geheimbund auf die Spur. Mittels eines Tricks wurden der aufbrausende Geologe Anthony Cole, die Biologin Stina Holmlund und das Physikgenie Béla Andràs Benedek in die Falle gelockt und in einer Paraworld eingesperrt. Mit Hilfe der drei Völker versuchen sie zurück in ihre Heimat zu gelangen.
Mit Innovationen und praktischen Neuerungen im Genre versucht das Spiel großes zu schaffen. Der (Army-) Controller schafft Übersicht, Zugriff und Kontrolle, ohne dabei die klassischen Elemente der Strategiespielen zu vernachlässigen. Man könnte ihn als eine Art Pyramide sehen, welche einen Überblick von allen Einheiten bietet.
Die Aufteilung erfolgt in fünf Epochen. Mit einem Limit von 20 Mann kann in der ersten Stufe schon viel erreicht werden. Jede Stufe des Controllers bietet weniger Platz - bis zur fünften und letzten Stufe, welche nur noch einen Slot besitzt. Einheiten können unter bestimmten Bedingungen befördert werden, so dass nur wichtige Kämpfer in den Genuss kommen. Mit jedem Level sind auch weitere Upgrades der Eigenschaften möglich. Doch jeden "einfach so" befördern zu können, wäre dann doch zu einfach - oder?! Deshalb haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen: Skulls. Diese werden als eine Art Rohstoff angezeigt und füllen sich nur, wenn Dinos oder feindliche Kämpfer vernichtet werden.
Ein weiterer Vorteil des Leveln von Einheiten ist, dass sie automatisch geheilt werden. Hat man also einen schwachen Speerwerfer, der dennoch überleben muss, so wird die Einheit einfach gelevelt.
Vorteilhaft ist auch, dass jeder Arbeiter und Kämpfer mit kleinen Symbolen versehen ist. So sieht man die aktuelle Handlung der Einheit, ohne diese auf dem Bildschirm angezeigt zu haben.
So bringt der Controller natürlich auch Vorteile im Selektieren der Einheiten. Alle gewohnten strategischen Mittel, wie Gruppenbildung per Hot-Key oder die Auswahl der gleichen Einheiten per Doppelklick, sind auch integriert. Dennoch ist alles anders. Das Umrahmen von Truppen kann auch auf dem Controller stattfinden, sodass auch die, die sich nicht auf dem Bildschirm befinden, selektiert werden können. So liegen die Vorteile in Übersicht, Kontrolle und Zugriff dem Spieler jederzeit zugänglich.
Wie bereits in der Geschichte zu Paraworld erwähnt, gibt es verschiedene Völker. Neben dem Nordvolk, Drachenclan und Wüstenreitern haben die Entwickler die SEAS (nicht spielbar) eingebaut - das stärkste Volk im Spiel.
Jedes der drei spielbaren Völker hat Vorteile und spezielle Einheiten, die sogenannten Titanen. Da geben sich bekannte Dinonamen wie Triceraptos, Seismosaurus und T-Rex die Klinke in die Hand.
Die Helden der Geschichte haben auch noch einen gewissen Einfluss auf die Völker. Cole verschafft zum Beispiel dem Nordvolk die Bersenker-Einheit, den Wüstenreitern eine spezielle Rammeinheit und dem Drachenvolk einen Sumoringer. Natürlich muss ein Held für seine speziellen Fähigkeiten auch ein gewisses Level haben. Womit wir wieder bei den Skulls währen, den das Aufleveln von Helden ist kein billige Sache.
Jetzt muss natürlich die Frage kommen: Was ist das stärkste Volk in Paraworld? Keins – alle spielbaren Völker haben ungefähr das selbe Können. Darauf haben Publisher Sunflowers und Entwickler SEK besonders geachtet und neben den 2 000 Betatestern auch die Games Academy das Balancing verbessern lassen - mit Erfolg. Denn nicht nur die Netzstatt Gaming League (NGE), sondern auch die Electronic Sports League (ESL) haben Paraworld in ihre Listen übernommen und sind am Vorbereiten der ersten Session.
Wer jetzt noch nicht genug bekommen hat, den kann man mit ein paar technischen Informationen bedienen. Paraworld hat seine eigene Engine. Sie wurde in geselliger Runde auf PEST ("Performance Enhanced Scene Transformer") benannt. Die Systemvoraussetzungen liegen bei mindestens 1,6 GHz Prozessor, 512 MB RAM und einer Grafikkarte mit 128 MB RAM. Empfohlen werden Systeme ab 3,0 GHz.
"Urs" war der Arbeitstitel von Paraworld, der in fünfeinhalb Jahren insgesammt zirka acht Millionen Euro verschlungen hat.