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Battlefield 2142

Titan mit Zukunft

Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Mai 2006 von Marco Gödde

Knapp anderthalb Jahre nach Battlefield 2 schicken Publisher Electronic Arts und Entwickler DICE die kriegswilligen Onlinesoldaten auf neue Schlachtfelder. In einer noch fernen Zukunft kämpft der Spieler nicht nur gegen andere waffenstarrende Recken, sondern auch gegen die Kälte einer neuen Eiszeit und vor allem gegen die Titanen, hoch über den Schlachtfeldern.

Winterschlacht

 Im Jahre 2142 ächzt die Welt unter den Gletschermassen einer neuen Eiszeit. Weite Teile der nördlichen Hemisphäre, darunter Nordamerika und der größte Teil Europas, liegen unter einem dicken Eispanzer begraben. Die Reste der Menschheit drängen sich in den wenigen verbliebenen eisfreien Regionen zusammen. Da diese Gebiete nur einen Bruchteil der Menschheit ernähren können, bilden sich alte und neue Bündnisse und kämpfen unter anderem um die nun fruchtbaren Gebiete in Nordafrika.
Dabei stehen sich auf der einen Seite die EU (Europäische Union), eine Allianz aus den meisten ehemaligen europäischen Staaten und den kümmerlichen Resten der einst so mächtigen USA, und auf der anderen Seite die PAC (Pan Asian Coalition), bestehend aus Russland, Indien und den Staaten des mittleren Ostens, gegenüber.
 Ausgerüstet mit einem verheerenden Arsenal an neuen Hi-Tech Waffen, wie Tarnvorrichtungen, Kampfdrohnen, futuristischen Gleitern und riesigen Mechs sowie Abwehrmitteln, wie EMP-Granaten und magnetischen Minen, entscheidet sich der Soldat der Zukunft für eine der beiden neuen Supermächte. So ausgestattet kämpft der Spieler um das eisige Minsk oder die nun grüne Sahara.

Klassenkampf

Wie gewohnt nehmen bis zu 64 Spieler an den Onlinegefechten teil. Und wie schon in den Vorgängern sind auch die Battlefield 2142 Karten in verschiedenen Größen vorhanden.
 Die Auswahl an Klassen wurde von sieben auf vier zusammengeschrumpft, wobei sich jede Klasse individuell mit Waffen und Equipment ausstatten lässt, wodurch sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Kombinationen ergibt. Außerdem wird es wieder freischaltbare Ausrüstungsgegenstände geben, die sich diesmal nicht nur auf die Hauptwaffen beschränken. Neuerdings werden auch die freischaltbaren Waffen, genau wie Medaillen und Ränge, während der laufenden Runde in Echtzeit vergeben und stehen somit gleich beim nächsten Wiedereinstieg zur Verfügung. Electronic Arts verspricht fünfmal mehr an freischaltbarer Ausrüstung, als noch in Battlefield 2. Insgesamt soll es 43 Ränge und 40 dieser sogenannten Unlocks geben. Als besonderes Schmankerl behält der Spieler die Hundemarke des Gegners, wenn er ihn mit dem Messer beseitigt. Diese erscheint dann bei seinen Auszeichnungen.
Darüber hinaus soll der Spieler seine Fähigkeiten erweitern und mit verschiedenen Spielerklassen kombinieren können, um sie seinem eigenen Spielstil anzupassen.

Waffenkunde

In Battlefield 2142 fährt die Waffenindustrie der Zukunft alles auf, was dem Spieler das Überleben im Hi-Tech Krieg erleichtert. Darunter nicht nur Waffen für jedermann. So verfügt jede Klasse über ihre eigene, ganz spezielle Ausrüstung. Die Recon-Klasse verfügt zum Beispiel über eine Tarnvorrichtung, die es ihr ermöglicht, unerkannt in das Feindgebiet vorzudringen.  Nur ein Schatten sowie ein leichtes Flimmern verraten dem wachsamen Spieler seine Anwesenheit. Der Supporter kann an strategischen Punkten ein Geschütz aufstellen, das automatisch auf Gegner, die sich in seiner Reichweite befinden, schießt. Die Engineer-Klasse wiederum verfügt über eine magnetische Miene, die sich, einmal aktiviert, an vorbeifahrende Fahrzeuge und sogar tieffliegende Gleiter heftet und diese zerstört.
Für den Squadleader gibt es noch weiteres Spielzeug. So kann er wahlweise einen zusätzlichen mobilen Einstiegspunkt, der seinem Team als Alternative zum Einstieg beim Squadleader dient, eine Aufklärungsdrohne, die Gegner in der Nähe anzeigt, oder eine Kampfdrohne, welche Feinde selbstständig unter Feuer nimmt, mit sich führen. Allerdings sind alle drei Utensilien für den Gegner sichtbar und können zerstört werden.

Titan, Titan

Erstmals in der Geschichte der Battlefield-Reihe gesellt sich zu dem altbekannten und bewehrten Spielmodus Conquest ein neuer, Titan getaufter, Spielmodus. Dreh- und Angelpunkt sind die fliegenden Basisschiffe, Titan genannt, der beiden Kriegsparteien. Ziel ist es, das gegnerische Basisschiff zu zerstören und dabei das eigene zu beschützen.  Dies ist allerdings nicht ganz so leicht, wie es sich anhören mag. Zu Beginn ist der Titan durch ein Kraftfeld geschützt, der nicht durchdrungen werden kann. Somit besteht das erste Teilziel darin, eben dieses Schutzschild außer Kraft zu setzen. Dazu versucht der Spieler mit seinem Team die Kontrolle über am Boden befindliche Raketensilos zu erlangen. Diese werden genau wie die Flaggenpunkte des Conquest-Modus übernommen. Nun gilt es, dieses Raketensilo mindestens zwei Minuten lang zu verteidigen. Nach Ablauf dieses Countdowns wird eine Salve Raketen auf das Basisschiff des Gegners abgefeuert und somit das Schutzschild geschwächt. Wie stark der eigene, beziehungsweise der gegnerische Schild noch ist, erkennt der Spieler anhand eines Balkens in der Mitte des oberen Bildschirmrandes. Ist die Energie des Kraftfeldes auf Null gesunken, kann der feindliche Titan nun durch die Spieler geentert werden. Dazu lässt sich der Spieler am besten per Kapsel von einem Mannschaftstransportwagen aus nach oben katapultieren. An Bord des gegnerischen Basisschiffes gilt es nun vier Sicherheitskonsolen zu zerstören, um an den Reaktorkern zu gelangen. Ist auch dies geschafft, erfolgt der final Schlag. Durch das Sprengen des Reaktorkerns wird der Titan entgültig vernichtet. Nun bleiben den Spielern noch 30 Sekunden, um das Schiff zu verlassen und dafür Bonuspunkte zubekommen, bevor der Titan in einer gleißenden Explosion vergeht.

Fazit

Der neue Spielmodus verspricht heiße und spannende Gefechte. Konzentriert sich doch die Schlacht immer auf die jeweiligen Brennpunkte der Partie. Zuerst sind die Raketensilos heiß umkämpft, später dann das jeweilige Kampfschiff.  Dabei darf das Team den Schutz des eigenen Titans nicht vernachlässigen. Zum einen fördert dies das Zusammenspiel im Team und zum anderen das strategische Vorgehen.
Hoffen wir, das Electronic Arts und DICE es diesmal besser gelingt, ein von Anfang an ausgewogenes und fehlerfreies Spiel zu veröffentlichen, als es noch beim Vorgänger der Fall war.