Bet on Soldier
Der 71-Prozent-Shooter
Veröffentlicht am Freitag, 30. September 2005 von Bennet Jeutter
Bet on Soldier hat es nicht leicht. Zwar wurde es auf der Games Convention 2005 von den Spielern zu dem Spiel der Messe gewählt, überzeugte in ersten Rezenzionen der Presse aber nicht. Fehler trübten den Spielspaß. Wir haben den Ego-Shooter mit dem ersten Patch getestet.
Die Story spielt im Jahre 1997, wobei es in Bet on Soldier ein ganzes Stück anders aussieht als damals. Ein Krieg, der schon so lange andauert, so dass man die Ursache des Krieges nicht mehr kennt; dennoch wird der Krieg von der Waffenindustrie am Leben gehalten. Die jungen Leute werden zu Söldner ausgebildet und kämpfen dann um ihren Lebensunterhalt und ihre Ausrüstung. Zudem wurde von den Söldnern das Ligasystem “Bet on Soldier” gegründet. Es treten immer zwei Söldner gegeneinander an und es wird wetten, wer gewinnt. Diese Wetten sind ökonomisch wichtig, weil eigentlich niemand ansonsten seinen Lebensunterhalt finanzieren könnte.
Der Einzelspieler-Modus
Sie schlüpfen in die Rolle des Söldners Nolan Daneworth, der seine Frau bei einem Anschlag, der eigentlich auf ihn gerichtet war, verloren hat. Nolan hat die beiden Champion-Brüder aus “B.o.S” erkannt und will jetzt nur noch Rache. Die erste Mission dient als Tutorial, welches in die Spielsteuerung einführt, danach gibt es die Möglichkeit, sich die Missionen auf einer Karte auszusuchen und in der “B.o.S.”-Liga aufzusteigen.
Der Missionsablauf ist meist gleich und ziemlich stupide - der Spieler folgt gegebenen Wegpunkten, kämpft sich durch die Massen von Gegnern (wo nicht wirklich ein actionreiches Gefühl aufkommt) und wird zwischendurch mit einem “B.o.S”-Kampf belohnt, der dann aber nur maximal eine Minute dauert.
Geld, Geld, Geld ...
Ein nettes Feature ist das Ausrüstungssystem von Bet on Soldier. Der Spieler bekommt durch Ausführen bestimmter Aktionen Geld (z.B. das Töten von Gegnern oder Wettgeld durch “B.o.S”). Mit dem Geld kann der Spieler sich neue Waffen und Rüstungen kaufen. Die Rüstung ist wichtig, weil man sich im Kampf nicht heilen kann. Es gibt nur die Möglichkeit, seine Rüstung zu reparieren oder neue Munition zu kaufen. Zusätzlich kann man sich von dem erkämpften Geld noch Söldner kaufen und mit auf die Mission nehmen.
Exoskelette: Ein großer Freund
Im Spiel haben Sie die Möglichkeit, aus manchen Hangars so genannte Exoskelette zu klauen. Dies sind große Kampfroboter, welche mit Raketen und Maschinenpistolen ausgerüstet sind. Die Exoskelette werden meist dazu benutzt, andere Exoskelette oder sonstige “Fahrzeuge” zu zerstören.
Grafik
Die Grafik kann sich leider nicht besonders von den Konkurrenzprodukten abheben und ist somit mittelmäßig. Die Models sind zwar schön gestaltet, aber es hält sich alles im mittelmäßigen Rahmen. Allerdings sind die Levels mehr oder weniger sehr schön gemacht.
Akustik
Die Akustik des Ego-Shooters kann leider überhaupt nicht überzeugen, weil die deutsche Synchronisation ziemlich mies und die Musik kaum bis gar keine Abwechslung bietet.
Mehrspieler
Da wir nur ein Testexemplar erhalten haben, ist es uns nicht möglich gewesen, den Mehrspielermodus ausgiebig zu testen. Zwar wurde "B.o.S." von den GC-Besuchern als Spiel der Messe gewählt - auf den Servern konnten wir uns von dem Erfolg aber ganz und gar nicht überzeugen. Wir haben sehr selten Spieler getroffen und konnten dementsprechend nicht genug Eindruck im Internet gewinnen.
Fazit
Bet on Soldier hat mich leider nicht überzeugt. Nur Fans des Genres, die zudem im Hintergrund ihre eigene Musik laufen lassen (können), sollten Geld in den Ego-Shooter investieren. Denen empfehle ich den zum 30. September 2005 aktuellen, in diesem Testbericht unberücksichtigen Patch 1.2 zu installieren.
EinzelwertungenGrafik: 86 Prozent
Akustik: 50 Prozent
Bedienung: 79 Prozent
Spielspaß: 68 Prozent
Preisleistung: 70 Prozent
Gesamtwertung 71 von 100 Prozent.