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Crashday

Ein Mythos ist auferstanden

Veröffentlicht am Dienstag, 31. Januar 2006 von Stefan Keller

Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an die guten alten Zeiten, als die Grafikkarte noch egal war, weil die Spiele bei einer Auflösung 320x400 und - wenn überhaupt - 256 Farben unter DOS gespielt wurden. Aus dieser längst vergangenen Zeit, genauer gesagt Anfang der 1990er Jahre, stammt ein Autorennspiel genannt "Stunts", bzw. "4D Sports Driving" - welches nebenbei bemerkt auf zwei Disketten á 720 KBytes zu erstehen war -, in dem es darum ging, allein oder gegen den Computer Rennen zu fahren. Auch damals wäre ein normales Rennen auf einer normalen Straße viel zu einfach gewesen, darum wurden die Straßen, je nach Wunsch des Autoren der Strecke, mit diversen Stolpersteinen versehen. Letzte Woche erschien eine spielbare Demo des Titels "Crashday", das alte Erinnerungen aufleben lässt – und wir haben sie uns für Sie angesehen!

Dreh’ den Bass auf!

 Nachdem sich der Download-Manager über die überlasteten Server hinwegsetzen konnte, und letztlich doch die rund 300 Megabytes große Demo auf der lokalen Festplatte geparkt hat, kann die Installation losgehen. Neben den beinahe üblichen In-Game-Screenshots wird dem Spieler das Warten auf die Vollendung der Installation mit einem fetzigen Rock-Song versüßt. Auf unserem Testrechner hat das Lied gerade die Dauer des Kopiervorgangs überbrücken können (4 Minuten und 22 Sekunden).

Keine zu hohen Erwartungen

 Hat man auch die Installation hinter sich, kann der Spaß losgehen. Allerdings weißt das Spiel selbst in einem der zahlreichen Intro-Sequenzen darauf hin, dass man von der Demo noch nicht die Qualität des fertigen Spiels ableiten soll. Neben diesem Hinweis findet man in einem Intro-Screen auch die standardmäßige Tastaturbelegung für die Steuerung der Autos.

Die Akustik überzeugt, die Grafik weniger

 Für die Akustik können wir bereits jetzt sagen, dass sie gelungen ist. Die Hintergrundmusik passt zum Genre (in der Demo-Version sind je zwei Lieder Rock und Electronic) und die Autos klingen ziemlich überzeugend. Ähnliches gibt es von der Grafik leider nicht zu vermelden: Die Autos sind zwar ganz gut getroffen, auch das Schadensmodell als elementarer Bestandteil die Spielkonzepts ist vielseitig und realistisch, aber die Umgebung sieht dafür umso langweiliger aus. Die Texturen des Bodens könnten ruhig ein bisschen mehr Abwechslung vertragen.

Für Abwechslung ist gesorgt

 Die spielbare Demo deutet bereits an, was die endgültige Version an Features zu bringen gedenkt. An Langeweile ist nicht zu denken, wenn man so durch das Menü navigiert: Es gibt eine Karriere, in der man sich auf der Crashday-Liga hocharbeiten kann, Minispiele, bei denen es darum geht, möglichst verrückte Rekorde aufzustellen, einen Mehrspielermodus, mit dem man im Internet oder im LAN gegen andere fahren kann, einen Streckeneditor, der es ermöglicht, seine eigenen Strecken zu kreieren und den Einzelspielermodus. Letzterer ist der, den der Spieler testen darf - er unterteilt sich in Wrecking Match, dessen Ziel es ist, möglichst viele gegnerische Wagen mithilfe von Waffen oder einfachen Rammen zu zerstören, Stunt Show, in der Sie Ihrem Publikum beweisen sollen, dass Sie gute Stunts hinlegen können, Hold The Flag, in dem Sie eine Flagge aufnehmen können und diese durch Checkpoints retten müssen (ähnlich Capture The Flag bei diversen Shootern), Rennen, bei dem Sie ganz normal gegen andere Fahrer spielen und als erster alle Checkpoints passiert haben müssen, Pass The Bomb, hier müssen Sie versuchen, eine Ihnen angedrehte Bombe mittels Rammen abzugeben, bevor sie explodiert, Bomb Run, bei diesem Modus ist eine Bombe an Bord, die explodiert, wenn Sie zu langsam werden und die Testfahrt, bei der es um nichts geht. Die beiden erstgenannten Modi können Sie in der Demo selbst spielen, die anderen werden Ihnen mittels eines Videos näher gebracht.

Stunts für Windows?

 Beim Testen der Demo sind uns in der Tat viele Parallelen zum inzwischen 15 Jahre alten DOS-"Original" Stunts aufgefallen. Allerdings würden wir nicht unbedingt sagen, dass Crashday eine Portierung von Stunts auf Windows ist. Es ist mehr eine um sinnvolle Elemente und spaßige Zusatzmodi erweiterte "Stunts-Variante", die sehr viel versprechend zu sein scheint.

Fazit

 Gleich nach dem Aufruf des Spiels wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Demo noch nicht um das fertige Produkt handelt und die Qualität demzufolge noch nicht die endgültige ist. Zumindest was die Grafik betrifft, bleibt zu hoffen, dass dieser Hinweis von den Entwicklern ernst genommen wird - sie ist noch relativ einfach gehalten, zumindest was die Umgebung angeht. Insgesamt hat das Spiel allerdings viel Spaß-Potenzial und wir sind sehr gespannt auf die fertige Version. In guter Hoffnung, dass die Qualität sich noch etwas steigert - zumindest bei der Grafik.

Ersteindruck
Insgesamt sehr viel Potenzial

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