- von Thomas Dunajski am 24.07.2010, 19:13, Kommentare
Alien Swarm wird wie ein Rollenspiel aus der Vogelperspektive gespielt und die Gegner werden totgeklickt, beziehungsweise von Kugeln durchsiebt, eingefroren, in Brand gesetzt und so weiter.
Anstelle von Skills und Stats entscheidet allein die Ausrüstung über Fähigkeiten und Kampfkraft. Am Ende jedes Levels bekommt man XP entsprechend der Leistung, die man erbracht hat. So schaltet man recht schnell neue Waffen frei. Wie z. B. den Flammenwerfer, der im Spielverlauf gebraucht wird.
Insgesamt kann man zwei Waffen tragen. Zudem gibt es sogenannte Offhanditems, von denen nur eines getragen werden kann, wie z.B. eine Panzerung oder ein Selfmedikid.
Das Gameplay von Alien Swarm ist vor allem auf Teamplay ausgelegt. So braucht man in jeder Mission einen Techniker zum Terminals hacken, Türen Aufschweißen und so weiter.
Der Commander bringt dem Team einen Bonus, der Special Weapons Soldat hat hohe Feuerkraft und was der Medic macht, kann man sich ja denken.
Wenn man es schafft ein geeignetes Team aufzustellen (dazu später mehr), geht es sehr schnell los.
Die WASD Steuerung ist denkbar einfach und die Waffe zeigt immer in die Himmelsrichtung, in der sich die Maus gerade befindet. Lediglich das Heilen eines bestimmten Teammates ist mit dem dafür gedachten Gewehr ziemlich fummelig, gerade wenn alle Spieler auf einem Fleck stehen.
Zudem nervt hin und wieder die Tatsache, dass man nur innerhalb einer Ebene schießen kann, was z.B. an Treppen ärgerlich ist.
Beim Spielen fühlt sich Alien Swarm wie der Zombie Survival Shooter Left for Dead an. Von überall kommen Gegner, die einzeln nicht der Rede wert sind, aber in der Masse doch tödlich sein können, und besonders bei den großen Aliens ist man froh, seine Teammates dabei zu haben, solange diese einem nicht ständig in den Rücken ballern.
Leider wird das Spiel allerspätestens nach wenigen Stunden langweilig, daran können auch noch so viele Aliens nichts ändern, denn im Endeffekt macht man immer wieder dasselbe.
Man läuft in Gegnerhorden rein und von hinten kommen auch wieder welche angerannt. Immerhin sieht man die Aliens auf der Minimap kommen, dadurch entsteht nicht das Gefühl, dass sie plötzlich auftauchen, sondern wirklich angerannt kommen.
Problematisch ist es in Alien Swarm ein Team zu finden, das in der Lage ist, das anstehende Level zu meistern.
Damit meine ich eben die Probleme die auftreten, wenn man online mit zufällig gesuchten Spielern versucht ein Coop zu bestreiten.
Wenn zum Beispiel kein Spieler daran denkt Munitionskisten mitzunehmen, geht dem gesamten Team zwangsweise irgendwann die Munition aus.
Oder der Techniker hat keinen Schneidbrenner dabei, um die Tür zu öffnen, was bedeutet, dass ein Spieler verteidigen muss und drei Spieler fünf Minuten lang auf eine Tür einschlagen.
Mein Favorit unter den Coop Katastrophen ist allerdings der Medic, der in den ersten zwei Minuten stirbt, oder ein Spieler, der alleine den alternativen Weg geht und folglich stirbt.
Mein Tipp: Schnappt euch mindestens einen Freund und sorgt dafür, dass einer von euch Medic und der andere Tech spielt, dann kann man auch auf höheren Schwierigkeitsgraden spielen. Spielt man ganz alleine, ist die Chance auf ein funktionierendes Team ähnlich hoch wie beim Münzwurf.
Fazit
Alien Swarm ist leider nur ein gutes Minigame. Für mehr reicht es einfach nicht, obwohl alle Klassen ihre Berechtigung haben, unterscheiden sie sich nur marginal in ihrer Ausrüstung und spielen sich alle gleich.
Außerdem werden nach einiger Zeit die Levels monoton, müssen sie ja auch, wenn es nur 7 Stück gibt.
Ich würde zwar davon abraten das Spiel zu kaufen, da es allerdings umsonst über Steam erhältlich ist, kann ich trotz aller Kritik nur allen empfehlen das Spiel downzuloaden. Denn es ist auf jeden Fall zumindest für ein paar Stunden amüsant.
Mit drei Freunden und dem integrierten Voice-over-IP ist Alien Swarm sogar wirklich gut, aber eben nur dann.
Link zum Download von Alien Swarm: http://store.steampowered.com/app/630/


Facebook
FeedBurner
YouTube
Twitter