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Games Convention Online 2009: Ziel knapp verfehlt - Fortsetzung folgt
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Games Convention Online 2009

Skandal im Sperrbezirk [Update]

Reagiert die Messeleitung auf die gestrige Kritik der Medien? Fakt ist: Journalisten wurden heute - im Gegenteil zu sonst - spät in die Hallen gelassen. Wollte Leipzig unschöne Bilder vermeiden?

Aus Leipzig berichtet Stefan Keller

Es ist 09:45 an diesem wunderschönen Sonnabend Morgen. Das CCL, quasi der Eingang für die Presse, Fachbesucher und Geschäftskunden, hat bereits seit um acht Uhr morgens auf. Über das CCL kommt man auch in die Hallen, um etwa Bilder vom Sturm auf die Hallen zu machen. Aber nicht heute.

An der Tür beim Übergang vom CCL zur Halle 2 werden Journalisten und alle anderen, die nicht gerade Aussteller sind, vom Security-Personal gestoppt. Einlass wäre erst um 10, die paar Minuten könne man nun auch noch warten. Neben GamePorts platziert sich einige Minuten später ein Redakteur der GameStar, der ähnlich verwundert ist wie wir. Seit wann das so wäre, möchte er wissen. "Das sind ganz frische Anweisungen. Vor um 10h kommt hier niemand rein." Auf den Einwand, dass das weder die letzten Jahre noch gestern so gehandhabt wurde, reagierte der Türsteher flapsig: "Gestern war gestern und heute ist heute".

Wir mutmaßen, dass die Messe sich die Peinlichkeit, die sich gestern bereits andeutete, vermeiden möchte, dass Bilder von leeren Eingangshallen veröffentlicht werden. Einen anderen, rationalen Grund kann dieses Verhalten kaum haben. In der Tat hatten es die Besucher gestern nicht wirklich eilig, in die Messe zu kommen. Der obligatorische Run blieb aus und hätte sich auch nicht gelohnt. Bei dem "Andrang" hätte es keinen großen Unterschied gemacht, ein paar Sekunden eher drin zu sein. Doch heute schon. Heute gab es sogar eine kleine Laufeinlage der Besucher. Sie fiel zwar nicht so extrem aus, wie wir es von früheren Games Conventions gewohnt waren, aber zumindest erinnerte der Anblick heute daran. Eine Erinnerung an schönere Zeiten.

Mehr dazu bei Twitter: twitter.com/GamePorts

Aktualisiert, 10:55 Uhr:
Soeben rief uns Torsten Anke von der Pressestelle der Messe Leipzig an und versicherte uns, dass die obigen Erlebnisse auf einem Missverständnis seitens der Security-Firma basieren. Wohl gab es die Anweisung, niemanden vor zehn Uhr herein zu lassen, doch davon waren Journalisten ausdrücklich ausgenommen. Die Messe möchte natürlich nichts verschleiern und weiterhin eine Berichterstattung direkt von der Messe ermöglichen. Am morgigen Sonntag soll dieser Fauxpas selbstverständlich nicht wieder auftreten.

(fsc)

Veröffentlicht am Samstag, 1. August 2009 um 10:42 Uhr

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