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Klare Worte vom Branchenverband BIU: Die aktuelle "Killerspiele"-Debatte im Kontext des Amoklaufes in Winnenden sei nicht sachdienlich. "Der tragische Vorfall deutet auf einen komplexen Tathintergrund hin", so der Verband in seiner Stellungnahme.
Der "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU) kritisierte die nach dem Amoklauf in Winnenden begonnene Debatte über so genannte "Killerspiele". Laut Auffassung des BIU, der alle namhaften Publisher repräsentiert, seien vielmehr die psychologischen Probleme und das soziale Umfeld des Täters die eigentlichen Punkte, die zu der Tat führten.
Dass Tim K. Computerspiele besessen hatte, sei kaum verwunderlich: "Computerspiele sind ein fester Bestandteil der Jugendkultur", so der BIU.
Ferner lehnte der Verband die Kritik am Jugendschutz ab. Die aktuellen Gesetze seien ausreichend, "gewaltverherrlichende" Computer- und Videospiele zu verbreiten würde bereits heute durch einen Paragraphen im Strafgesetzbuch (StGB) abgedeckt.
Es dürfe unter "Rücksicht auf die Opfer" nicht sein, dass die Tragödie durch eine "unsachliche Debatte" zu "Killerspielen" verstellt wird.
Uhl (CSU): Jugendschutz ist derzeit nicht ausreichend
Der Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl (CSU) sagte hingegen, das bestehende Gesetz sei nicht ausreichend. Die bisherigen Regelungen wurden als Reaktion auf den Amoklauf 2006 in Emsdetten nur als Teil eines "Sofortprogrammes" erstellt. Die USK würde derzeit ihren "hohen Verantwortungen" nicht gerecht. Ein Umbau der Strukturen sei notwendig, um Herstellerinteressen "zurückzudrängen".
In seiner Stellungnahme kritisierte der BIU dies als "vollkommen unangemessen und nicht zielführend". Die aktuellen Gesetze sollten stattdessen besser vollzogen werden.
(fsc)
Veröffentlicht am Freitag, 13. März 2009 um 13:18 Uhr
Schlüsselwörter
BIU, CSU, Emsdetten, Hans-Peter Uhl, Killerspiele, Winnenden