gamescom: Kein Durchkommen am vierten Tag

Der Samstag war, wie von den meisten erwartet, der bisher besucherreichste Tag der gamescom. Die Massen waren so erdrückend, dass es bei EA nicht einmal mehr vorwärts ging – Drängeln war an der Tagesordnung und vor Körperkontakt durfte man nicht zurückschrecken. Schade nur, dass der Frauenanteil unter den Gamern noch überschaubar ist. Mehr dazu im Tagebuch …

Stefan Keller: Etwas chaotisch begann er, der erste Tag des Messewochenendes. Der Verkehrshinweis riet allen Besuchern der gamescom, bei der Abfahrt „Köln-Arcaden“ abzubiegen. Das war – ohne jetzt „selbstverständlich“ zu sagen – der falsche Weg, zumindest für die Presse. So fuhr unser Citroen nicht zum Stammparkplatz am Eingang Nord, sondern wir landeten im Parkhaus Ost. Dieses ist – wie bereits am Donnerstag experimentell ermittelt wurde – in allen Belangen unterlegen, vor allem aber ist der Weg vom Pressezentrum recht weit.

Wie auch immer: Der nette Parkwächter zeigte uns einen freien Platz im Parkhaus und meinte, wenn wir Presse seien, könnten wir auch den Aufzug „dort hinten“ benutzen. Was er uns leider verschwieg, war, dass wir dafür einen Schlüssel gebraucht hätten. Noch im Schockzustand von der falschen Abfahrt, drückte Alexander Trust den einzigen verfügbaren Knopf am Aufzug; er war mit einer Glocke unterschrieben. Leider reagierte nicht der Aufzug, sondern die Rettungsstelle, wenn der SOS-Knopf bedient wird. Deshalb: Auf zur Treppe.

KäsebrezelAlexander Trust: Der Chef vom Dienst ohne Autorität seilte sich ab, weil er als einziger heute eingespannt schien. Ich selbst gönnte mir dann die Käsebrezel, die mir die Tage zuvor verwehrt blieb und bat den Kollegen Keller, den glückseligen Augenblick im Bild festzuhalten. Er kramte kurz im Rucksack und drückte den Abzug. Heraus kam das Fahndungsfoto mit der Brezel.

Linda Teodosiu hatte sich bei Koch Media im Businessbereich angesagt. Eigentlich ein Termin auf der ganz persönlichen Agenda, bis ich entschied, mich nicht zum Affen zu machen, bloß weil eine Frau verdammt gut aussieht. Ich glaube, das entspricht dem männlichen Verständnis von Emanzipation. Gesehen hätte ich sie freilich schon gerne…

Gerne angespielt hätte ich auch das neue Tekken 6, doch die Namco Bandai-Arena im Besucherbereich hatte erstaunlich viel Zulauf. Zwischen Motivsuche und Kamerafahrten blieb wenig Raum, sich in eine Schlange zu stellen und ohne offiziell angemeldeten Termin – wer hat’s erfunden? versäumt? – ließ sich nur bei wenigen Publishern etwas drehen.

Die Zeit zurückdrehen kann man schlecht. Drum kann ich mich nur artig bedanken. Danke Eschborn, dass ihr euren Bürger nach Köln geschickt habt, damit er – zeitweise mit uns, oft ohne uns – durch die Hallen der koelnmesse schreitet und überall seine Bilder knippst. Nachdem er uns noch einen ausgab, verabschiedeten wir ihn am Bahnsteig und drücken der Deutschen Bahn die Daumen, dass seine Blase gehalten hat.

Frederic Schneider: Während meine beiden Kollegen noch einen Tag in Köln weilen werden, war der Samstag mein letzter Messetag. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen: Die gamescom ist groß und, trotz aller Skepsis – auch bei mir -, ein voller Erfolg geworden. Nicht zuletzt der überfüllte Messesamstag kann hierzu als Beweis herhalten. Aber auch die Stimmung in die Hallen und die vielen, neuen Spiele haben Lust auf mehr gemacht. Bereits nach dem ersten Messetag war sich unsere Redaktion jedoch einig darin, dass es trotz alledem noch zu wenige Aussteller im Publikumsbereich zu sehen gibt. Die koelnmesse schöpfte die Hallen 1, 2, 3 sowie 10 und 11 erst gar nicht aus.

An meinem letzten Tag war ein relativer spielefreier Tag, im Gegensatz zu Mittwoch bis Freitag. Dafür war Zeit, sich in Ruhe den Auftritt der ESL in Halle 9 anzusehen, wo eSports-Meisterschaften ausgetragen wurden. Interessant auch der Kurz-Auftritt einiger „Germanys Next Topmodel“-Kandidatinnen am Stand von Activision.

Ich freue mich auf die gamescom 2010.

Impressionen vom Topmodel-Auftritt

Abgelegt unter Mal was anderes von , und am 23. August 2009